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      <fileDesc xml:id="jfb_000822">
         <titleStmt>
            <title type="uniform" xml:lang="ger">Über Menschen-Racen und Schweine-Racen</title>
            <title type="main" xml:lang="ger">I. J. Fr. Blumenbach, über Menschen-Racen und
					Schweine-Racen</title>
            <author>
               <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/BlumenbachJ"
                         xml:id="JFB">
                  <surname>Blumenbach</surname>
                  <forename>Johann Friedrich</forename>
               </persName>
            </author>
            <editor>Projekt Johann Friedrich Blumenbach - Online der <orgName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_org/AdWzG" role="edt">Akademie der Wissenschaften zu Göttingen</orgName>
            </editor>
            <respStmt>
               <resp>Projektträger:</resp>
               <orgName xml:id="NAdWzG">Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen</orgName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Volltexterstellung und Basis-TEI-Auszeichung durch:</resp>
               <orgName xml:id="textloop">textloop Martina Gödel</orgName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Bearbeitung durch: </resp>
               <orgName xml:id="BjfbO">Bearbeiter des Projekts Johann Friedrich Blumenbach -
						online</orgName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>Elektronischer Volltext der online-Werkausgabe der Schriften Johann Friedrich
					Blumenbachs (Auszeichnung in TEI P5, BP-Level 5)</edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher xml:id="JFBOPublisher">
               <orgName role="hostingInstitution">Niedersächsische Akademie der Wissenschaften</orgName>
               <orgName role="project">Johann Friedrich Blumenbach – Online</orgName>
            </publisher>
            <pubPlace>Göttingen</pubPlace>
            <date type="publication" when="2025"/>
            <availability>
               <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">
                  <p>CC BY-SA 4.0</p>
               </licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <seriesStmt>
            <title level="s" type="main">Blumenbach - Online</title>
         </seriesStmt>
         <notesStmt>
            <note type="remarkDocument">Herstellung der Imagedateien des Quelldokuments durch das Göttinger Digitalisierungszentrum</note>
         </notesStmt>
         <sourceDesc>
            <bibl type="JA"/>
            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title
                         level="a"
                         type="uniform"
                         xml:lang="ger">Über Menschen-Racen und
							Schweine-Racen</title>
                  <title
                         level="a"
                         type="main"
                         xml:lang="ger">I. J. Fr. Blumenbach, über
							Menschen-Racen und Schweine-Racen</title>
                  <author>
                     <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/BlumenbachJ">
                        <surname>Blumenbach</surname>
                        <forename>Johann Friedrich</forename>
                     </persName>
                  </author>
                  <editor>
                     <persName
                               ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/LichtenbergL"
                               xml:id="LCL">
                        <surname>Lichtenberg</surname>
                        <forename>Ludwig Christian</forename>
                     </persName>
                  </editor>
                  <editor>
                     <persName
                               ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/VoigtJ"
                               xml:id="JHV">
                        <surname>Voigt</surname>
                        <forename>Johann Heinrich</forename>
                     </persName>
                  </editor>
               </titleStmt>
               <extent>
                  <measure>Bde.</measure>
                  <measure>17,6 cm</measure>
               </extent>
               <publicationStmt>
                  <publisher>
                     <persName
                               ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/EttingerC"
                               role="pbl">
                        <surname>Ettinger</surname>
                        <forename>Carl Wilhelm</forename>
                     </persName>
                  </publisher>
                  <pubPlace ref="gettyid:7005938">Gotha</pubPlace>
                  <date when="1789">1789</date>
                  <date from="1781" to="1798">1781-1798</date>
               </publicationStmt>
               <seriesStmt>
                  <title
                         level="j"
                         type="uniform"
                         xml:lang="ger">Magazin für das Neueste aus
							der Physik und Naturgeschichte</title>
                  <title
                         level="j"
                         type="main"
                         xml:lang="ger">Magazin für das Neueste aus der
							Physik und Naturgeschichte</title>
                  <biblScope unit="volume" n="6">Bd. 6</biblScope>
                  <biblScope unit="issue" n="1">1. St.</biblScope>
                  <biblScope unit="page" from="1" to="13">S. 1-13</biblScope>
               </seriesStmt>
               <notesStmt>
                  <note>Forschungsnotiz zur „Vergleichung […] zwischen Menschenracen und
						Schweineracen“. Englische Übersetzung in <hi rend="i">The Philosophical
							magazine : comprehending the various branches of science, the liberal
							and fine arts, agriculture, manufactures, and commerce</hi>, Bd. 3
						(1799, April), S. 284-290 [-&gt;986].</note>
               </notesStmt>
            </biblFull>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <idno>
                     <idno type="SUB_call_number">8 PHYS MATH II, 2072</idno>
                     <idno type="CK_JFB_number">000822</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
         </sourceDesc>
      </fileDesc>
      <encodingDesc>
         <projectDesc>
            <p>Volltextdigitalisierung für das Projekt "Blumenbach - Online" der Akademie der
					Wissenschaften zu Göttingen.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <correction method="markup">
               <p>Corrigenda und Druckfehlerverzeichnisse wurden soweit vorhanden erfasst und
						zusätzlich über <gi>choice</gi> in die Texte eingearbeitet. Innerhalb von
							<gi>choice</gi> steht der korrigierte Wert in <tag>corr
							type="corrigenda"</tag> und der zu korrigierende Wert in
						<tag>orig</tag>. In der Editura-Basis HTML-Transformation wird zurzeit der
						Wert in <gi>corr</gi> realisiert.</p>
            </correction>
            <correction method="markup">
               <p>Bei der Erfassung eindeutig identifizierte Druckfehler wurden über
							<gi>choice</gi> gekennzeichnet. In <tag>corr type="misprint"</tag> wurde
						der korrigierte Wert erfasst und in <tag>orig</tag> der fehlerhafte Wert der
						Druckvorlage. In der Editura-Basis HTML-Transformation wird zurzeit der Wert
						in <gi>corr</gi> realisiert.</p>
            </correction>
            <normalization source="#NAdWzG" method="silent">
               <p>Bei der Zeichenerkennung wurde nach dem von der Akademie gelieferten Dokument
						"Buchstabenmuster_Blumenbach.doc" modernisiert.</p>
            </normalization>
            <normalization source="#NAdWzG" method="silent">
               <p>In Absprache mit der Akademie wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht
						erfasst:</p>
               <p>Bogensignaturen und Kustoden</p>
               <p>Kolumnentitel</p>
               <p>Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterscheide
						zugunsten der Identifizeriung von <gi>titlePart</gi>s verzeichtet.</p>
               <p>Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.</p>
            </normalization>
            <normalization method="markup">
               <p>Textbereiche, die in Frakturvorlagen in Antiqua gesetzt waren, wurden als
							<tag>hi rendition="#r"</tag> ("roman") ausgezeichnet. Textbereiche, die
						in Antiquavorlagen in Fraktur gesetzt waren, wurden als <tag>hi
							rendition="#gothic"</tag> ausgezeichnet. (vgl. CSS-Definitionen in unten
						stehender <tag>tagsDecl</tag>)</p>
            </normalization>
            <quotation marks="some">
               <p>Es wurden alle Anführungszeichen übernommen und die Zitate zusätzlich mit
							<tag>quote</tag> ausgezeichnet. Eine Ausnahem bilden Zitate, bei denen
						das Anführungszeichen zu Beginn jeder Zeie wiederholt wird. Hier wurden die
						Wiederholungen des öffenenden Zeichens nicht übernommen, sondern jeweils nur
						das öffnende und das schließende Zeichen. Das umschließende Element
							<gi>quote</gi> wurde für diese Zitate über das Attribut <att>type</att>
						mit dem Wert <val>preline</val> gekennzeichnet.</p>
            </quotation>
            <hyphenation eol="all">
               <p>Weiche und harte Zeilentrennungen wurden als 002D übernommen. Weiche
						Zeilentrennungen wurden über die Ergänzung eines Attributwertes von den
						harten Trennungen unterscheiden: <tag>lb type="inWord"</tag>. Erstreckt sich
						die Worttrennung über einen Seitenumbruch steht das Element <gi>pb</gi>
						direkt hinter dem schließenden <tag>lb type="inWord"</tag> bzw.
							<tag>lb</tag>
               </p>
            </hyphenation>
         </editorialDecl>
         <tagsDecl>
            <rendition xml:id="r" scheme="css">font-family: "times new roman", times,
					serif;</rendition>
            <rendition xml:id="gothic" scheme="css">font-family: "times new roman", times,
					serif;</rendition>
            <rendition xml:id="sw" scheme="css">font-weight: bold</rendition>
            <!-- Schwabacher innerhalb von Fraktur -->
            <rendition xml:id="hand" scheme="free">font-style: italic</rendition>
            <rendition xml:id="wide" scheme="css">letter-spacing: 2pt;</rendition>
            <rendition xml:id="center" scheme="css">text-align: center;</rendition>
            <rendition xml:id="no_indent" scheme="css">text-indent: none;</rendition>
            <rendition xml:id="indent-1" scheme="css">text-indent: -1em;</rendition>
            <rendition xml:id="indent-2" scheme="css">text-indent: -2em;</rendition>
            <rendition xml:id="indent" scheme="css">text-indent: 1em;</rendition>
            <rendition xml:id="right" scheme="css">text-align: right;</rendition>
            <rendition xml:id="left" scheme="css">text-align: left;</rendition>
            <rendition xml:id="l1em" scheme="css">margin-left: 1em;</rendition>
            <rendition xml:id="l2em" scheme="css">margin-left: 2em;</rendition>
            <rendition xml:id="l3em" scheme="css">margin-left: 3em;</rendition>
            <rendition xml:id="r1em" scheme="css">margin-right: 1em;</rendition>
            <rendition xml:id="hidden" scheme="css">display: none;</rendition>
            <rendition xml:id="small" scheme="css">font-size: .8em;</rendition>
            <rendition xml:id="x-small" scheme="css">font-size: x-small;</rendition>
            <rendition xml:id="xx-small" scheme="css">font-size: xx-small;</rendition>
            <rendition xml:id="large" scheme="css">font-size: large;</rendition>
            <rendition xml:id="x-large" scheme="css">font-size: x-large;</rendition>
            <rendition xml:id="xx-large" scheme="css">font-size: xx-large</rendition>
            <rendition xml:id="smcap" scheme="css">font-variant: small-caps</rendition>
            <rendition xml:id="i" scheme="css">font-style: italic</rendition>
            <rendition xml:id="b" scheme="css">font-weight: bold</rendition>
            <rendition xml:id="sup" scheme="css">font-size: .7em; vertical-align:
					super;</rendition>
            <rendition xml:id="sub" scheme="css">font-size: .7em; vertical-align:
					sub;</rendition>
            <rendition xml:id="ul" scheme="css">text-decoration: underline</rendition>
            <rendition xml:id="hls" scheme="free">horizontal line short; solid; align:
					center</rendition>
            <rendition xml:id="hll" scheme="free">horizontal line long; solid; align:
					center</rendition>
            <rendition xml:id="dhls" scheme="free">horizontal line long; solid; align:
					center</rendition>
            <rendition xml:id="dhll" scheme="free">horizontal line long; solid; align:
					center</rendition>
            <rendition xml:id="rabox" scheme="free">rectangular box; align: center</rendition>
            <rendition xml:id="ornament" scheme="free">printers ornament; align:
					center</rendition>
            <namespace name="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
               <tagUsage gi="div">Es wurden nur nummerierte <gi>div</gi>s genutzt.</tagUsage>
               <tagUsage gi="pb">Trägt obligatorisch die folgenden Attribute: <att>n</att> gibt
						die Originalseite der Vorlage wieder, <att>facs</att> ruft die
						Faksimiledatei auf, <att>xml:id</att> bildet für Seitenverweise eine ID aus
						dem Wert von <att>n</att> und einer laufenden Nummer. Wird <gi>pb</gi> in
						Fußnotentexten ein zweites Mal gesetzt, zählt die genannte ID eine Stelle
						hoch.</tagUsage>
            </namespace>
         </tagsDecl>
         <refsDecl>
            <p>Über das ODD-File "blumenbach_TEI_changedck_manuell.xml" wurde die
					Schemaerstellung gesteuert. Aktuell stehen alle Elemente der vier Grundmodule
					tei, core, textstructure und header zur Nutzung bereit. Zusätzlich alle Elemente
					des Moduls tagdocs und namesdates für die Dokumentation im teiHeader. Die von
					Editura ausgeschlossenen Elemente in den Modulen figures, transcr und linking
					wurden bei der Schemabearbeitung durch Blumenbach-online wieder aufgehoben.</p>
            <p>Folgende Attributwerte wurden für den Einsatz im Volltext im ODD-File
					"blumenbach_TEI_changedck_manuell.xml" näher bestimmt und bereitgestellt:</p>
            <p>Element <gi>pb</gi>: Für das Attribut <att>n</att> sind neben Seitenzahlen
					weitere zugelassene Werte definiert.</p>
            <p>Element <gi>lb</gi>: Mögliche Werte für das Attribut <att>type</att> sind als
					geschlossene Liste definiert.</p>
            <p>Element <gi>titlePart</gi>: Mögliche Werte für das Attribut <att>type</att> sind
					als geschlossene Liste definiert.</p>
            <p>Element <gi>div1</gi>: Mögliche Werte für das Attribut <att>type</att> sind als
					geschlossene Liste definiert.</p>
            <p>Element <gi>corr</gi>: Mögliche Werte für das Attribut <att>type</att> sind als
					geschlossene Liste definiert.</p>
         </refsDecl>
         <classDecl>
            <taxonomy xml:id="gnd">
               <bibl>Gemeinsame Normdatei (GND)</bibl>
            </taxonomy>
            <taxonomy xml:id="ddc">
               <bibl>Dewey Decimal Classification</bibl>
            </taxonomy>
            <taxonomy xml:id="getty">
               <bibl>Getty Thesaurus of Geographic Names</bibl>
            </taxonomy>
            <taxonomy xml:id="icc">
               <bibl>Iconclass</bibl>
            </taxonomy>
            <taxonomy xml:id="jfbo_genretypen">
               <bibl>Johann Friedrich Blumenbach - Online Genretypen</bibl>
            </taxonomy>
         </classDecl>
         <listPrefixDef>
            <prefixDef ident="gettyid"
                       matchPattern="([a-z]+)"
                       replacementPattern="http://vocab.getty.edu/tgn/#$1">
               <p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "GettyId" können umgewandelt werden, damit
						sie auf einen Eintrag des <ref target="#Getty">Getty Thesaurus of Geographic
							Names</ref> zeigen.</p>
            </prefixDef>
            <prefixDef ident="gndid"
                       matchPattern="([a-z]+)"
                       replacementPattern="http://d-nb.info/gnd/#$1">
               <p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "GndId" können umgewandelt werden, damit
						sie auf einen Eintrag der <ref target="#Gnd">Gemeinsamen Normdatei
							(GND)</ref> der Deutschen Nationalbibliothek zeigen.</p>
            </prefixDef>
            <prefixDef ident="iccid"
                       matchPattern="([a-z]+)"
                       replacementPattern="http://iconclass.org/#$1">
               <p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "IccId" können umgewandelt werden, damit
						sie auf einen Eintrag des Klassifikationssystems <ref target="#Icc">Iconclass</ref> zeigen.</p>
            </prefixDef>
         </listPrefixDef>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <textClass>
            <classCode scheme="#Ddc">599</classCode>
            <keywords scheme="#Gnd">
               <term ref="GndId:4160775-2">Humanbiologie</term>
            </keywords>
            <keywords scheme="#JFBO_Genretypen">
               <term>Gelehrte Nachricht</term>
            </keywords>
            <keywords scheme="frei">
               <term>Zoologie</term>
               <term>Morphologie</term>
               <term>physische Anthropologie</term>
               <term>Artenvergleich</term>
               <term>18. Jahrhundert</term>
            </keywords>
         </textClass>
      </profileDesc>
      <revisionDesc>
         <change who="#textloop">Initiation <ident>$Revision: 35 $</ident>, <date>$Date:
					2015-01-08 18:33:40 +0100 (Do, 08 Jan 2015) $</date>
         </change>
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         <change when="2025-06-17" who="BjfbO">Bearbeitung des rs-Elements abgeschlossen</change>
      </revisionDesc>
   </teiHeader>
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      <front>
         <divGen type="toc"/>
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            <docTitle rendition="#center">
               <titlePart type="main">Magazin<lb/>
                  <hi rendition="#wide">für das
						Neueste</hi>
                  <lb/>aus der<lb/>
                  <hi rendition="#wide">Physik<lb/>und<lb/>Naturgeschichte</hi>,</titlePart>
            </docTitle>
            <titlePart type="sub" rendition="#center">zuerst herausgegeben<lb/>von dem <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/LichtenbergL">Legationsrath
						Lichtenberg</persName>,<lb/>fortgesetzt<lb/>
               <hi rendition="#wide">von
							<persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/VoigtJ">Johann Heinrich
							Voigt</persName>
               </hi>,<lb/>Prof. der Mathematik zu <name type="place" ref="gettyid:7005973">Jena</name>, und <choice>
                  <expan>Correspondent</expan>
                  <abbr>Corresp.</abbr>
               </choice> der <orgName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_org/AdWzG">
                  <choice>
                     <expan>Königlichen</expan>
                     <abbr>Königl.</abbr>
                  </choice>
                  <lb/>
                  <choice>
                     <expan>Gesellschaft</expan>
                     <abbr>Gesellsch.</abbr>
                  </choice> der <choice>
                     <expan>Wissenschaften</expan>
                     <abbr>Wissens.</abbr>
                  </choice>
               </orgName> zu <name type="place" ref="gettyid:7005246">Göttingen</name>.</titlePart>
            <milestone rendition="vignette" unit="section"/>
            <milestone unit="section" rendition="#hll"/>
            <titlePart type="sub" rendition="#center #sw">Sechsten Bandes erstes Stück, mit <choice>
                  <expan>Kupfern</expan>
                  <abbr>Kup.</abbr>
               </choice>
            </titlePart>
            <milestone unit="section" rendition="#dhll"/>
            <docImprint rendition="#center">
               <hi rendition="#wide">
                  <name type="place" ref="gettyid:7005938">Gotha</name>
               </hi>
               <docDate>
                  <date when="1789">1789</date>
               </docDate>.<lb/>
               <hi rendition="#wide">bey
							<persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/EttingerC">Carl Wilhelm
							Ettinger</persName>
               </hi>.</docImprint>
         </titlePage>
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            <head rendition="#center">
               <hi rendition="#wide">Neue Beobachtungen</hi>.</head>
            <milestone unit="section" rendition="#hls"/>
            <div2 n="1">
               <head rendition="#center">
                  <hi rendition="#r">I.</hi>
                  <lb/>
                  <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/BlumenbachJ">
                     <choice>
                        <expan>Johann</expan>
                        <abbr>J.</abbr>
                     </choice>
                     <choice>
                        <expan>Friedrich</expan>
                        <abbr>Fr.</abbr>
                     </choice> Blumenbach</persName>, über Menschen-<lb/>Racen und
						Schweine-Racen.</head>
               <p rendition="#no_indent">Wenn einige neuere Schriftsteller
						zweifelhaft<lb/>worden sind, ob sie manche auffallende<lb/>Menschenracen für
						bloße Spielarten, die durch<lb/>Ausartung entstanden, oder aber für eigene
							speci-<lb type="inWord"/>fisch verschiedene Gattungen (<hi rendition="#r">
                     <foreign xml:lang="lat">Species</foreign>
                  </hi>) halten
						sollen,<lb/>so scheint die Schuld größtentheils wohl daran zu<lb/>liegen,
						daß sie bey ihrer Untersuchung einen gar<lb/>zu engen Gesichtskreis
						genommen: etwa nur ein<lb/>paar recht auffallend gegen einander
						abstechende<lb/>Menschenracen ausgehoben, und diese nun mit Ue-<lb type="inWord"/>bergehung der Mittelracen, die die Verbindung zwi-<lb type="inWord"/>schen jenen machen, so allein gegen einander auf-<lb type="inWord"/>gestellt: – oder aber überhaupt zu sehr blos
						am<lb/>Menschen haften geblieben, nicht beständig Sei-<lb type="inWord"/>tenblicke auf andere Thiergattungen geworfen, um<lb/>
                  <pb n="2" facs="images/00000009.tif" xml:id="pb002_0001"/>deren
						Verschiedenheiten und Ausartungen mit denen<lb/>im Menschengeschlecht zu
						vergleichen.</p>
               <p>Der erste Fehler ist, wenn man z. B. einen<lb/>Senegambischen Neger einem
						deutschen <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/Adonis">Adonis</persName> ent-<lb type="inWord"/>gegenstellt, und dabey die
						kleine Erinnerung ver-<lb type="inWord"/>gißt, daß auch nicht eine einzige
						der körperlichen<lb/>Verschiedenheiten des einen dieser beyden
						Menschen<lb/>sey, nicht Farbe, Haar, Physiognomie, etc. die<lb/>nicht durch
						so unendliche Nüancen allmählig in des<lb/>andern seine über fließe, daß
						derjenige Physiolog oder<lb/>Naturforscher wohl noch gebohren werden soll,
						der<lb/>im Stande seyn könnte, eine bestimmte Gränze<lb/>zwischen diesen
						Nüancen und folglich selbst zwischen<lb/>ihren Extremen festzusetzen.</p>
               <p>Der zweyte Fehler ist, wenn man thut, als<lb/>ob der Mensch der einzige
						organisirte Körper in<lb/>der Natur wäre: die Verschiedenheiten in
						seinem<lb/>Geschlecht befremdend und räthselhaft findet, ohne<lb/>zu
						bedenken, daß alle diese Verschiedenheiten nicht<lb/>um ein Haar
						auffallender oder ungewöhnlicher sind,<lb/>als die, worin so tausend andre
						Gattungen von orga-<lb type="inWord"/>nisirten Körpern, gleichsam unter
						unsern Augen aus-<lb type="inWord"/>arten!</p>
               <p>Zur Warnung vor jenem ersten Irrthum, und<lb/>zugleich zu seiner Widerlegung,
						dienen die <bibl>
                     <ref target="ditavuri:jfb:BLUMENBACH1788b">Be-<lb type="inWord"/>
                        <pb n="3" facs="images/00000010.tif" xml:id="pb003_0001"/>merkungen über
								die Neger, die sich im 3ten Stück<lb/>des vorigen Bandes dieses
								Magazins</ref>
                  </bibl> befinden.</p>
               <p>Jezt nun ein Versuch zu Widerlegung der Fehl-<lb type="inWord"/>schlüsse, die
						aus vernachlässigter Vergleichung der<lb/>Ausartungen im Menschengeschlecht
						mit den Spiel-<lb type="inWord"/>arten bey andern Thieren, entstanden seyn
							mö-<lb type="inWord"/>gen – eine Vergleichung nämlich zwischen <hi rendition="#large">Men-<lb type="inWord"/>schenracen</hi> und <hi rendition="#large">Schweineracen</hi>.</p>
               <p>Ich habe aus mehr als einer Ursache gerade<lb/>das Schwein zu dieser
						Vergleichung gewählt.</p>
               <p>Besonders schon deshalb, weil es aus man-<lb type="inWord"/>cherley Rücksicht
						viele Aehnlichkeit mit dem Menschen<lb/>zeigt. – Nicht zwar im innern Bau
						seiner Ein-<lb type="inWord"/>geweide, wie man ehedem wähnte<note type="original"
                        resp="#JFB"
                        place="bottom"
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                     <anchor xml:id="pb003_0002"/>
                     <p>
                        <choice>
                           <expan>Siehe</expan>
                           <abbr>S.</abbr>
                        </choice> z. B. des alten Arabisten <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:COPHON1537a">
                              <hi rendition="#sw">Cophon</hi>
                              <hi rendition="#r #i">anatomia por-<lb type="inWord"/>ci</hi>
                           </ref>
                        </bibl>, gleich im Anfang: <quote type="preline" xml:lang="lat">„<hi rendition="#r">Et cum bruta
										animalia<lb/>quaedam, ut simia, in exterioribus nobis
											inve-<lb type="inWord"/>niantur similia, interiorum
										partium nulla inveni-<lb type="inWord"/>untur adeo similia
										ut porci.</hi>„</quote>
                        <note type="editorial">Originalzitat:
										<quote xml:lang="lat">„Et cum bruta animalia quaedam, ut
										Simia, in exterioribus nobis inueniantur similia, interiorum
										partium nulla inueniuntur adeo similia ut porci, <choice>
                                 <orig>&amp;</orig>
                                 <reg>et</reg>
                              </choice> ideo in eis, Anatomiam fieri
										destinauimus.“</quote>
                           <bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:COPHON1537a">Copho: <hi rendition="#i">Anatomia porci</hi>. Marburg,
											Cervicornus, 1537. Bl.
							29r.</ref>
                           </bibl>
                        </note>
                     </p>
                  </note> und daher<lb/>Menschenanatomie so
						zuversichtlich am Schweine<lb/>studirte, daß selbst noch im vorigen
						Jahrhundert<lb/>der berühmte Streit zwischen den Heidelberger
						und<lb/>Durlacher Aerzten über die Lage des Herzens im<lb/>
                  <hi rendition="#large">Menschen</hi>, auf Landesherrlichen Befehl durch
							Ocu-<lb type="inWord"/>lar-Inspection von einer Sau, (zum großen<lb/>
                  <pb n="4" facs="images/00000011.tif" xml:id="pb004_0001"/>Triumph der offenbar
						unrecht habenden Partey)<lb/>entschieden werden mußte. – Auch nicht,
						weil<lb/>nach der seit <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/GalenusC">Galens</persName>
                  <note type="original"
                        resp="#JFB"
                        place="bottom"
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                        n="*)">
                     <anchor xml:id="pb004_0002"/>
                     <p>
                        <hi rendition="#sw">
                           <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/GalenusC">Galenus</persName>
                        </hi> sagt im <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:GALENUS1609b">Xten <choice>
                                 <expan>Buch</expan>
                                 <abbr>B.</abbr>
                              </choice> seines Werks von den<lb/>Kräften der einfachen
										Arzeneymittel</ref>
                        </bibl>, es seyen oft<lb/>Gastwirthe und
								Garköche gewesen, die ihren Gästen<lb/>Menschenfleisch statt
								Schweinefleisch vorgesezt, ohne<lb/>daß diese es gewahr worden. Auch
								sey ihm selbst<lb/>von glaubwürdigen Gewährsleuten erzählt
								worden,<lb/>wie sie in einem öffentlichen Gasthofe ein solch Ge-<lb type="inWord"/>richt ohnwissend und mit bestem Appetit
								verzehrt,<lb/>bis sie zulezt einen halben Finger gefunden,
								und<lb/>sich dann voller Grausen davon gemacht, aus Furcht<lb/>vor
								dem mörderischen Wirth, der doch aber bald<lb/>nachher nebst seinen
								Complicen über einem solchen<lb/>Schlachtfeste ertappt und
								eingezogen worden.</p>
                  </note> Zeiten oft wiederholten Ver-<lb type="inWord"/>sicherung Menschenfleisch dem Schweinefleisch
						am<lb/>Geschmack so vollkommen gleichen soll – oder weil<lb/>das Fett<note type="original"
                        resp="#JFB"
                        place="bottom"
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                     <anchor xml:id="pb004_0003"/>
                     <p>
                        <choice>
                           <expan>Siehe</expan>
                           <abbr>S.</abbr>
                        </choice>
                        <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:SCHWENKFELD1603a">
                              <hi rendition="#r">
                                 <hi rendition="#i">Schwenkfeld <choice>
                                       <expan>theriotropheum</expan>
                                       <abbr>theriotroph.</abbr>
                                    </choice> Silesiae,</hi> pag.</hi>
								127.</ref>
                        </bibl>
                     </p>
                  </note> und die gegerbte Haut von beyden Ge-<lb type="inWord"/>schöpfen einander sehr ähnelt <choice>
                     <expan>und</expan>
                     <abbr>u.</abbr>
                  </choice>
                  <choice>
                     <expan>dergleichen</expan>
                     <abbr>d.</abbr>
                  </choice>
                  <choice>
                     <expan>mehr</expan>
                     <abbr>m</abbr>
                  </choice>.</p>
               <p>Sondern, weil beyde in Rücksicht ihrer körper-<lb type="inWord"/>lichen
						Oekonomie im Ganzen genommen, so viele<lb/>auf den ersten Blick unerwartete,
						und doch bey nä-<lb type="inWord"/>herer Prüfung unverkennbare Aehnlichkeit
						mit ein-<lb type="inWord"/>ander zeigen.</p>
               <pb n="5" facs="images/00000012.tif" xml:id="pb005_0001"/>
               <p>Beyde z. B. sind vollkommne Hausthiere,</p>
               <p>Beyde <hi rendition="#r">
                     <foreign xml:lang="lat">animalia
							omnivora</foreign>
                  </hi>,</p>
               <p>Beyde in allen 5 Welttheilen verbreitet.</p>
               <p>Beyde folglich den Hauptursachen der Ausar-<lb type="inWord"/>tung, von
						Clima, Lebensart, Nahrungsmitteln etc.<lb/>auf die mannichfaltigste Weise
						ausgesezt.</p>
               <p>Beyde eben daher sehr vielfachen Krankheiten<lb/>unterworfen, und was hier
						besonders merkwürdig,<lb/>auch solchen Krankheiten, die außer den
						Menschen<lb/>und Schweinen bey wenigen andern Thieren be-<lb type="inWord"/>merkt worden; wie z. B. der Harnblasenstein,<note type="original"
                        resp="#JFB"
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                        n="*)">
                     <anchor xml:id="pb005_0002"/>
                     <p>Bey <hi rendition="#sw">wilden</hi> Schweinen, zumal in der <name type="place" ref="gettyid:7011524">Russischen<lb/>Tatarey</name>, woher das <orgName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_org/KAM">akademische
									Museum</orgName> einen<lb/>ansehnlichen <rs type="object" subtype="Tier">dergleichen
									Stein</rs>
                        <note type="editorial">Das Objekt ist derzeit nicht auffindbar.</note> unter den <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/AschG">Aschischen</persName>
                        <lb/>Geschenken besizt.</p>
                     <p>Aber auch <hi rendition="#sw">Hausschweine</hi> sind in manchen
									Ge-<lb type="inWord"/>genden diesem Uebel unterworfen. <choice>
                           <expan>Siehe</expan>
                           <abbr>S.</abbr>
                        </choice> z. B.<lb/>
                        <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:SCHWENKFELD1603a">
                              <hi rendition="#sw">Schwenkfeld</hi>
                              <choice>
                                 <expan>am</expan>
                                 <abbr>a.</abbr>
                              </choice>
                              <choice>
                                 <expan>angeführten</expan>
                                 <abbr>a.</abbr>
                              </choice>
                              <choice>
                                 <expan>Ort</expan>
                                 <abbr>O.</abbr>
                              </choice>
                           </ref>
                        </bibl>
                     </p>
                  </note>
                  <lb/>oder gar bis jetzt
						ausschließlich bey diesen beyden<lb/>einzigen, wie der Finnenwurm.<note type="original"
                        resp="#JFB"
                        place="bottom"
                        anchored="true"
                        n="**)">
                     <anchor xml:id="pb005_0003"/>
                     <p>Ich muß hier
								einen Irrthum in der <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:BLUMENBACH1788a">3ten Ausg.<lb/>des Handbuchs der Naturgeschichte
										verbessern, da<lb/>ich S. 464.</ref>
                        </bibl> gesagt:
										<quote>„<persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/GoezeJ">Hr. <choice>
                                 <expan>Pastor</expan>
                                 <abbr>Past.</abbr>
                              </choice>
                              <hi rendition="#sw">Göze</hi>
                           </persName> habe zuerst<lb/>die
									thierische Natur der Finnen im Schweinefleisch<lb/>außer Zweifel
									gesezt.„</quote>
                        <note type="editorial">Originalzitat:
										<quote>„Der Wurm hat große Aenlichkeit mit den Finnen im
										Schweinefleisch, deren thierirsche Natur Hr. <choice>
                                 <expan>Pastor</expan>
                                 <abbr>Past.</abbr>
                              </choice> Goeze zuerst außer Zweifel gesetzt hat.“</quote>
                           <bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:BLUMENBACH1788a">Johann Friedrich Blumenbach: <hi rendition="#i">Handbuch der Naturgeschichte</hi>. 3. Aufl.
											Göttingen: Dieterich, 1788. S. 464.</ref>
                           </bibl>
                        </note>
								Wie ich nun sehe, so hat schon<lb/>im vorigen Jahrhundert <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/MalpighiM">
                           <hi rendition="#sw">Malpighi</hi>
                        </persName> die ganze Sa-<lb type="inWord"/>
                        <anchor xml:id="pb006_0002"/>che aufs genaueste beschrieben, auch den
								Finnenwurm<lb/>abgebildet, etc. <choice>
                           <expan>siehe</expan>
                           <abbr>s.</abbr>
                        </choice>
                        <choice>
                           <expan>dessen</expan>
                           <abbr>dess.</abbr>
                        </choice>
                        <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:MALPIGHI1697a">
                              <hi rendition="#r">
                                 <hi rendition="#i">
                                    <choice>
                                       <expan>opera</expan>
                                       <abbr>oper.</abbr>
                                    </choice>
                                    <choice>
                                       <expan>posthuma</expan>
                                       <abbr>posth.</abbr>
                                    </choice>
                                 </hi> pag.</hi> 84. der<lb/>
                              <choice>
                                 <expan>Londner</expan>
                                 <abbr>Londn.</abbr>
                              </choice> Ausg. <choice>
                                 <expan>von</expan>
                                 <abbr>v.</abbr>
                              </choice> 1697. <choice>
                                 <expan>Folio</expan>
                                 <abbr>Fol.</abbr>
                              </choice>
                           </ref>
                        </bibl>
                     </p>
                     <p rendition="#l2em">
                        <quote type="preline" xml:lang="lat">„<hi rendition="#r">In suibus verminosis, qui vulgariter <hi rendition="#i">Laza-<lb type="inWord"/>roli</hi>
										dicuntur, multiplices stabulantur vermes,<lb/>unde horum
										animalium carnes publico edi-<lb type="inWord"/>cto
										prohibentur. Occurrunt autem copiosi<lb/>intra fibras
										musculosas natium; obvia nam-<lb type="inWord"/>que oblonga
										vesica quasi folliculus diapha-<lb type="inWord"/>no humore
										refertus, in quo natat globosum<lb/>corpus candidum, quod
										disrupto folliculo<lb/>leviter compressum eructat vermem,
										qui fo-<lb type="inWord"/>ras exeritur, et videtur aemulari
										cornua emis-<lb type="inWord"/>silia cochlearum, eius enim
										annuli intra se<lb/>reflexi conduntur, et ita conglobatur
											ani-<lb type="inWord"/>mal. In apice attollitur
										capitulum. A con-<lb type="inWord"/>globato verme ad
										extremum folliculi umbi-<lb type="inWord"/>licale quasi vas
										producitur</hi>.</quote>
                        <note type="editorial">Originalzitat: <quote xml:lang="lat">„In suibus verminosis, qui
										vulgariter <hi rendition="#i">Lazaroli</hi> dicuntur,
										multiplices stabulantur vermes, unde horum animalium carnes
										publico edicto prohibentur. Occurrunt autem copiosi intra
										fibras musculosas natium; obvia namque oblonga vesica quasi
										folliculus <hi rendition="#i">G</hi> diaphano humore
										refertus, in quo natat globosum corpus <hi rendition="#i">H</hi> candidum, quod disrupto folliculo leviter
										compressum eructat vermem <hi rendition="#i">I</hi>, qui
										foras exeritur, <choice>
                                 <orig>&amp;</orig>
                                 <reg>et</reg>
                              </choice> videtur aemulari cornua emissilia cochlearum, eius
										enim annuli intra se reflexi conduntur, <choice>
                                 <orig>&amp;</orig>
                                 <reg>et</reg>
                              </choice> ita conglobatur animal. In apice attollitur
										capitulum. A conglobato verme ad extremum folliculi
										umbilicale quasi vas <hi rendition="#i">K</hi>
										producitur.“</quote>
                           <bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:MALPIGHI1697a">Marcello Malpighi: <hi rendition="#i">Opera posthuma,
												figuris aeneis illustrata</hi>. London: Churchill,
											1697. S. 84. Die Großbuchstaben beziehen sich auf ebd.,
											Tab. X, Fig. 4.N.1 und 4.N.2.</ref>
                           </bibl>
                        </note>
                     </p>
                     <p rendition="#no_indent">Der Finnenwurm bey Menschen ist, so viel ich
								weiß,<lb/>eine Entdeckung des <choice>
                           <expan>seligen</expan>
                           <abbr>sel.</abbr>
                        </choice>
                        <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/WernerP">
                           <hi rendition="#sw">Werner</hi>
                        </persName>.</p>
                  </note>
               </p>
               <pb n="6" facs="images/00000013.tif" xml:id="pb006_0001"/>
               <p>Ein anderer Grund aber, worum ich gerade<lb/>das Schwein zur gegenwärtigen
						Vergleichung ge-<lb type="inWord"/>wählt, ist, weil bey diesem Thiere die
							Ausartun-<lb type="inWord"/>gen und Abstammungen von der ursprünglichen
							Ra-<lb type="inWord"/>ce weit sicherer, als bey den Spielarten von
							an-<lb type="inWord"/>dern Hausthieren zu bestimmen sind. Denn mei-<lb type="inWord"/>nes Wissens hat doch noch kein Naturforscher sei-<lb type="inWord"/>nen Scepticismus so weit getrieben, die Abstam-<lb type="inWord"/>
                  <pb n="7" facs="images/00000014.tif" xml:id="pb007_0001"/>mung des zahmen
						Hausschweins vom wilden Eber<lb/>zu bezweifeln, die um so einleuchtender
						ist, da be-<lb type="inWord"/>kanntlich jung eingefangene Frischlinge sehr
						leicht<lb/>zahm und kirre werden, wie Hausschweine;<note type="original"
                        resp="#JFB"
                        place="bottom"
                        anchored="true"
                        n="*)">
                     <anchor xml:id="pb007_0002"/>
                     <p>Noch vor kurzem ist
								dieser Versuch in der Abtey<lb/>St. Urban im <name type="place" ref="gettyid:7003750">Luzerner Gebiet</name> mit bestem
								Erfolge<lb/>angestellt worden.</p>
                  </note>
                  <lb/>und umgekehrt die
						leztern, wenn sie durch Zufall in<lb/>Wildniß gerathen, eben so leicht
						wieder verwildern,<lb/>so daß man Beyspiele hat, daß dergleichen
						Thiere<lb/>nachher für Sauen geschossen worden, und man<lb/>erst beym
						Ausweiden dadurch, daß sie verschnitten<lb/>gewesen, auf die Spur und weitre
						Entdeckung ih-<lb type="inWord"/>res Ursprungs, und wie und wann sie
						entloffen, ge-<lb type="inWord"/>kommen.<note type="original"
                        resp="#JFB"
                        place="bottom"
                        anchored="true"
                        n="**)">
                     <anchor xml:id="pb007_0003"/>
                     <p>
                        <choice>
                           <expan>Siehe</expan>
                           <abbr>S.</abbr>
                        </choice> z. B. <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:LEHMANN1699a">
                              <hi rendition="#sw">Lehmann's</hi> natürliche <choice>
                                 <expan>Merckwürdigkeiten</expan>
                                 <abbr>Merkwürdigk.</abbr>
                              </choice>
                              <lb/>im Meißnischen Oberertzgebirge, S.
									605.</ref>
                        </bibl>
                     </p>
                  </note>
               </p>
               <p>Eben so bekannt ist, daß vor Ankunft der<lb/>Spanier in <name type="place" ref="gettyid:1000001">America</name> das Schwein in diesem Welt-<lb type="inWord"/>theil unbekannt war, und erst aus <name type="place" ref="gettyid:1000003">Europa</name> dahin<lb/>verpflanzt worden: und daß
						folglich alle die Varie-<lb type="inWord"/>täten, wohinein dieses Thier
						seitdem dort ausgear-<lb type="inWord"/>tet, mit der Europäischen Stammrace
						zu einer und<lb/>eben derselben Gattung gehören.</p>
               <pb n="8" facs="images/00000015.tif" xml:id="pb008_0001"/>
               <p>Und da sich nun gleich zeigen wird, daß keine<lb/>körperliche Verschiedenheit
						im Menschengeschlechte<lb/>gefunden wird, (seys in Rücksicht der Statur,
						oder<lb/>der Farbe, oder der Form der Schedel etc.) die man<lb/>nicht eben
						in gleichem Verhältnis auch unter den<lb/>Schweineracen bemerkte, ohne daß
						man sich deshalb<lb/>einfallen lassen dürfte, zu bezweifeln, daß alle
							die-<lb type="inWord"/>se Verschiedenheiten unter den Schweinen doch
							le-<lb type="inWord"/>diglich Spielarten sind, die durch
						Degeneration,<lb/>durch Einwirkung des Clima u. s. w. entstanden, –<lb/>so
						dient diese Vergleichung hoffentlich zur Beruhi-<lb type="inWord"/>gung
						derjenigen Zweifler, die im Menschenge-<lb type="inWord"/>schlecht jener
						Verschiedenheiten wegen <hi rendition="#large">mehr als ei-<lb type="inWord"/>ne Gattung</hi> anzunehmen für gut befunden haben.</p>
               <p>Also:</p>
               <div3 n="1">
                  <head rendition="#center">
                     <hi rendition="#r">I.</hi> In Rücksicht der
							Statur.</head>
                  <p>Hier haben bekanntlich die Patagonier<note type="original"
                           resp="#JFB"
                           place="bottom"
                           anchored="true"
                           n="*)">
                        <anchor xml:id="pb008_0002"/>
                        <p>Oder eigentlich
										<hi rendition="#sw">
                              <foreign xml:lang="spa">Pata</foreign>-<foreign>chonen</foreign>
                           </hi>. Denn das
									Volk<lb/>selbst heißt Chonos, und weil ihre mit rauhen Fel-<lb type="inWord"/>len umwickelte Füße den Bärtatzen ähnelten,
									so wur-<lb type="inWord"/>den sie von den ersten sie besuchenden
									Spanischen See-<lb type="inWord"/>fahrern die Tatzen-chonos (<hi rendition="#r">
                              <foreign xml:lang="spa">pata</foreign>-<foreign>chonos</foreign>
                           </hi>) genannt. –<lb/>
                           <choice>
                              <expan>Siehe</expan>
                              <abbr>S.</abbr>
                           </choice>
                           <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/ForsterJ">Hrn.
											<hi rendition="#r">
                                 <choice>
                                    <expan>Doctor</expan>
                                    <abbr>D.</abbr>
                                 </choice>
                              </hi>
                              <hi rendition="#sw">Forster</hi>
                           </persName> in den
											<bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:FORSTERJ1780a">
                                 <hi rendition="#r">
                                    <hi rendition="#i">
                                       <choice>
                                          <expan>Commentationes</expan>
                                          <abbr>Commentation.</abbr>
                                       </choice>
                                       <choice>
                                          <expan>societatis</expan>
                                          <abbr>soc.</abbr>
                                       </choice>
                                       <lb/>
                                       <choice>
                                          <expan>scientiarum</expan>
                                          <abbr>sc.</abbr>
                                       </choice>
                                       <choice>
                                          <expan>Gottingensis</expan>
                                          <abbr>Gottingens.</abbr>
                                       </choice>
                                    </hi> vol. III. pag.</hi>
										127.</ref>
                           </bibl>
                        </p>
                     </note> den<lb/>Anthropologen am
							meisten zu schaffen gemacht.<lb/>
                     <pb n="9" facs="images/00000016.tif" xml:id="pb009_0001"/>Zwar verdienen die
							lügenhaften Aufschneidereyen<lb/>der ältern Reisenden jezt keiner
							weitern Erwähnung,<lb/>die diesen südlichsten Americanern eine Länge
							von<lb/>10 Fuß und drüber beylegten: und selbst die bescheid-<lb type="inWord"/>nern Angaben einiger neuern Englischen
							Seereisenden,<lb/>die ihnen doch 6 bis 7 Fuß (engl.) beylegten,
							sind<lb/>von andern Augenzeugen, die an den gleichen Kü-<lb type="inWord"/>sten vergebens nach solchen Enackskindern
							suchten,<lb/>bezweifelt worden. Allein wir wollen alles zuge-<lb type="inWord"/>ben, was <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/ByronJ">
                        <hi rendition="#large">Byron,</hi>
                     </persName>
                     <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/WallisS">
                        <hi rendition="#large">Wallis</hi>
                     </persName> und <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/CarteretP">
                        <hi rendition="#large">Carteret</hi>
                     </persName> von
							der<lb/>auffallenden Größe ihrer Patagonier sagen, da<lb/>nämlich
								ersterer<note type="original"
                           resp="#JFB"
                           place="bottom"
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                        <anchor xml:id="pb009_0002"/>
                        <p>
                           <choice>
                              <expan>Siehe</expan>
                              <abbr>S.</abbr>
                           </choice>
                           <bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:HAWKESWORTH1773a">
                                 <hi rendition="#r">
                                    <hi rendition="#i">
                                       <hi rendition="#wide">Hawkesworth's</hi>
												collection</hi> vol. I. pag.</hi> 27.<lb/>
                                 <hi rendition="#r">sq.</hi> der <choice>
                                    <expan>Londner</expan>
                                    <abbr>Londn.</abbr>
                                 </choice> Ausg. <choice>
                                    <expan>von</expan>
                                    <abbr>v.</abbr>
                                 </choice> 1773.</ref>
                           </bibl>
                        </p>
                     </note> ihrem Heerführer
							und vielen<lb/>seiner Begleiter, dem Augenmaaß nach zu urthei-<lb type="inWord"/>len, nicht viel weniger als 7 Fuß gab; der zwey-<lb type="inWord"/>te,<note type="original"
                           resp="#JFB"
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                           n="**)">
                        <anchor xml:id="pb009_0003"/>
                        <p>
                           <bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:HAWKESWORTH1773a">Ebendas. <hi rendition="#r">pag.</hi> 153. u.
										f.</ref>
                           </bibl>
                        </p>
                     </note> der sie wirklich gemessen zu
							haben versichert,<lb/>den mehresten 5 <choice>
                        <expan>Fuß</expan>
                        <abbr>F.</abbr>
                     </choice> 10 <choice>
                        <expan>Zoll</expan>
                        <abbr>Z.</abbr>
                     </choice> bis 6 <choice>
                        <expan>Fuß</expan>
                        <abbr>F.</abbr>
                     </choice> einigen 6 <choice>
                        <expan>Fuß</expan>
                        <abbr>F.</abbr>
                     </choice> 5<lb/>
                     <choice>
                        <expan>Zoll</expan>
                        <abbr>Z.</abbr>
                     </choice> und 6 <choice>
                        <expan>Fuß</expan>
                        <abbr>F.</abbr>
                     </choice> 6 <choice>
                        <expan>Zoll</expan>
                        <abbr>Z.</abbr>
                     </choice> den allerlängsten aber 6 <choice>
                        <expan>Fuß</expan>
                        <abbr>F.</abbr>
                     </choice> 7 <choice>
                        <expan>Zoll</expan>
                        <abbr>Z.</abbr>
                     </choice>
                     <lb/>beylegt, welche Angabe denn der leztere von den ge-<lb type="inWord"/>nannten Weltumseeglern<note type="original"
                           resp="#JFB"
                           place="bottom"
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                           n="***)">
                        <anchor xml:id="pb009_0004"/>
                        <p>In den <bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:CARTERET1770a">
                                 <hi rendition="#r">
                                    <hi rendition="#i">
                                       <choice>
                                          <expan>philosophical</expan>
                                          <abbr>philos.</abbr>
                                       </choice>
                                       <choice>
                                          <expan>Transactions</expan>
                                          <abbr>Transact.</abbr>
                                       </choice>
                                    </hi> vol. LX. pag.</hi> 20. u.
										f.</ref>
                           </bibl>
                        </p>
                     </note> bestätigt.</p>
                  <p>Nun dies zugegeben, so ists doch lange noch<lb/>kein solcher Exceß von
							Statur, als der, worein in<lb/>
                     <pb n="10" facs="images/00000017.tif" xml:id="pb010_0001"/>manchen Gegenden
							von <name type="place" ref="gettyid:1000001">America</name> die von
								<name type="place" ref="gettyid:1000003">Europa</name>
                     <lb/>übergebrachten Schweine ausgeartet sind, wovon
							ich<lb/>statt aller, die auf <name type="place" ref="gettyid:7005380">Cuba</name> nenne, die <hi rendition="#large">mehr als
								noch<lb/>einmal so groß</hi> worden, als ihre
								Europäischen<lb/>Stammeltern!<note type="original"
                           resp="#JFB"
                           place="bottom"
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                        <anchor xml:id="pb010_0002"/>
                        <p>
                           <bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:CLAVIGERO1781a">
                                 <hi rendition="#r">
                                    <choice>
                                       <expan>Francisco</expan>
                                       <abbr>F.</abbr>
                                    </choice>
                                    <hi rendition="#i">
                                       <hi rendition="#wide">
                                          <choice>
                                             <expan>Saverio</expan>
                                             <abbr>Sav.</abbr>
                                          </choice> Clavigero</hi> storia antica del
												Messico</hi> T.<lb/>IV. pag.</hi>
										145.</ref>
                           </bibl>
                        </p>
                     </note>
                  </p>
               </div3>
               <div3 n="2">
                  <head rendition="#center">
                     <hi rendition="#r">II.</hi> In Rücksicht der
							Farbe, und der Beschaf-<lb type="inWord"/>fenheit des Haars.</head>
                  <p>Die Menschen auf <name type="place" ref="gettyid:1000167">Guinea</name>,
								<name type="place" ref="gettyid:7030367">Madagascar</name>,<lb/>
                     <name type="place" ref="gettyid:7000490">Neu-Holland</name>, <name type="place" ref="gettyid:7006160">Neu-Guinea</name> etc. sind schwarz. –<lb/>Viele americanische
							Völker <hi rendition="#large">rothbraun</hi>. – Die<lb/>Europäer <hi rendition="#large">weiß</hi> etc.</p>
                  <p>Eben so die Schweine in verschiedenen Gegen-<lb type="inWord"/>den. Im
								<name type="place" ref="gettyid:7003120">Piemontischen</name> z. B.
							schwarz. Ich<lb/>kam gerade während des großen Schweinemarkts<lb/>durch
								<name type="place">Salenge</name>
                     <note type="editorial">Nicht
								identifizierter Ort.</note>, und habe doch auch nicht ein einzi-<lb type="inWord"/>ges Stück von einer andern Farbe gesehen. –<lb/>In
								<name type="place" ref="gettyid:7209612">Bayern</name>
                     <hi rendition="#large">rothbraun</hi>. – In der <name type="place" ref="gettyid:7002886">Norman-<lb type="inWord"/>die</name> alle <hi rendition="#large">weiß</hi>.</p>
                  <p>Menschenhaar ist freylich was anders, als<lb/>Schweinsborsten, doch
							lassen sich beyde aus der<lb/>
                     <pb n="11" facs="images/00000018.tif" xml:id="pb011_0001"/>gegenwärtigen
							Rücksicht allerdings auch mit einan-<lb type="inWord"/>der vergleichen.
							Blondes Haar ist weich, seiden-<lb type="inWord"/>artig. Das schwarze
							ist mehr harsch und bey vie-<lb type="inWord"/>len Völkern, wie z. B.
							bey den Habessiniern, Ne-<lb type="inWord"/>gern, Neu-Holländern, und am
							allerstärksten bey<lb/>den Hottentotten<note type="original"
                           resp="#JFB"
                           place="bottom"
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                        <anchor xml:id="pb011_0002"/>
                        <p>
                           <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/SparrmanA">
                              <hi rendition="#sw">Sparrmann</hi>
                           </persName> sagt:
										<quote>„Der Hottentotten Haar ist<lb/>mehr <hi rendition="#sw">wollartig</hi> als der Negern
										ihres.„</quote>
                           <note type="editorial">Originalzitat: <quote xml:lang="swe">„ ... att det vore hår, nästan mer
											ull-lika än Negrernas.“</quote>
                              <bibl>
                                 <ref target="ditavuri:jfb:SPARRMAN1783a">Anders Sparrman: <hi rendition="#i">Resa till Goda
												Hopps-Udden, Södra Pol-kretsen Och Omkring
												Jordklotet, Samt till Hottentott- och
												Caffer-Landen Åren 1772-76. ... Förste Delen</hi>.
												Stockholm: Nordström, 1783. S. 186.</ref>
                              </bibl>
                           </note>
                        </p>
                     </note> gekraußt.</p>
                  <p>So wie hier bey den blonden Schweinen in der<lb/>
                     <name type="place" ref="gettyid:7002886">Normandie</name>, wie mich ein
							unvergleichlicher Beob-<lb type="inWord"/>achter, der <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/SulzerF">Hr. Rath <hi rendition="#large">Sulzer</hi>
                     </persName> in <name type="place" ref="gettyid:1037602">Ronneburg</name> ver-<lb type="inWord"/>sichert, die Haare am ganzen Körper länger und<lb/>weicher als bey
							andern, auch selbst die Borsten auf<lb/>dem Rücken nicht davon
							verschieden, sondern flach<lb/>aufliegend, und nur länger als ihr
							übriges Haar.<lb/>Aber für die Bürstenbinder ganz unbrauchbar.</p>
                  <p>Der noch größern aber allgemein bekannten<lb/>Verschiedenheit zwischen
							dem Haar des wilden<lb/>Ebers und des Hausschweins, (besonders in
							Bezug<lb/>der Wollhaare zwischen den steifern Borsten,)
							zu<lb/>geschweigen.</p>
               </div3>
               <div3 n="3">
                  <head rendition="#center">
                     <hi rend="r">III.</hi> In Rücksicht der Form der
							Schedel.</head>
                  <p>Alle Verschiedenheit zwischen einem Neger-Sche-<lb type="inWord"/>del,
							und dem von einem Europäer, will nicht um ein<lb/>
                     <pb n="12" facs="images/00000019.tif" xml:id="pb012_0001"/>Haar mehr
							bedeuten, als die, ich will nur sagen<lb/>gerade eben so auffallende
							Differenz, zwischen dem<lb/>Schedel einer wilden Sau und eines Haus-<lb type="inWord"/>schweins.</p>
                  <p>Wem das nicht aus der Natur bekannt ist, der<lb/>werfe blos einen Blick
							auf die Abbildungen, die<lb/>
                     <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/DaubentonL">Daubenton</persName> von beyden gegeben hat<note type="editorial">Vgl. <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:DAUBENTON1755a">Louis Jean Marie Daubenton: „Description du Cochon“ In: <hi rendition="#i">Histoire naturelle, generale et
											particuliere</hi>. T. 5. Paris: L’Imprimerie Royale,
										1755. Pl. XXIV, Fig. 1 u. Fig. 3.</ref>
                        </bibl>
                     </note>.</p>
                  <ab type="typography">* * *</ab>
                  <p>Ich übergehe kleinere National-Verschiedenhei-<lb type="inWord"/>ten, die
							sich ebenfalls unter den Schweinen wie<lb/>unter den Menschen finden. –
							Denn was z.B. von<lb/>den Hindus angemerkt worden, daß sie
							besonders<lb/>lange Schenkel haben, das versichert mich <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/SulzerF">Hr.
								Rath<lb/>Sulzer</persName> von den Schweinen in der <name type="place" ref="gettyid:7002886">Normandie</name>.<lb/>
                     <quote>„Sie
								stehen sehr hoch auf den Hinterbeinen„</quote> schreibt<lb/>er mir,
								<quote type="preline">„daher der Rücken bey der Croupe am höch-<lb type="inWord"/>sten ist, und ein <hi rendition="#r">
                           <foreign xml:lang="lat">planum inclinatum</foreign>
                        </hi> nach
								vorne<lb/>macht. Der Kopf geht in derselben Richtung fort,<lb/>so
								daß die Schnauze nicht weit von der Erde zu<lb/>stehen
								kommt.„</quote>
                     <note type="editorial">Der Brief ist nicht
								überliefert, vgl. Frank William Peter Dougherty: <hi rendition="#i">The correspondence of Johann Friedrich Blumenbach</hi>. Rev.,
								augm. and ed. by Norbert Klatt. Bd. III. Göttingen: Klatt, 2010. Nr.
								540: S. 208-209.</note>
                  </p>
                  <p>Nur das füge ich noch zu, daß die Schweine<lb/>hin und wieder in Racen
							degenerirt sind, die an<lb/>Sonderbarkeit alles noch weit übersteigen,
							was man<lb/>an körperlicher Verschiedenheit unter den Menschen-<lb type="inWord"/>
                     <pb n="13" facs="images/00000020.tif" xml:id="pb013_0001"/>racen so
							befremdend gefunden hat. Die Schwei-<lb type="inWord"/>ne mit <hi rendition="#large">ungespaltenen</hi> Klauen kannten schon die
								Al-<lb type="inWord"/>ten, und in <name type="place" ref="gettyid:7006278">Hungarn</name>, <name type="place" ref="gettyid:1000097">Schweden</name>, etc. finden
							sich<lb/>bekanntlich ganze große Heerden davon. Und so ar-<lb type="inWord"/>teten die Europäischen Schweine, die <choice>
                        <expan>anno</expan>
                        <abbr>ao.</abbr>
                     </choice>
                     <date when="1509">1509</date>. zu-<lb/>erst von den Spaniern auf die
							wegen der Perlen-<lb type="inWord"/>fischerey damals berühmte
							Westindische Insel <name type="place" ref="gettyid:1006881">Cuba-<lb type="inWord"/>gua</name> gebracht wurden, in eine
							abentheuerliche Ra-<lb type="inWord"/>ce aus, mit Klauen, die auf eine
							halbe Spanne<lb/>lang waren.<note type="original"
                           resp="#JFB"
                           place="bottom"
                           anchored="true"
                           n="**)">
                        <anchor xml:id="pb013_0002"/>
                        <p>
                           <bibl>
                              <ref target="ditavuri:jfb:HERRERA1601b">
                                 <hi rendition="#r">
                                    <hi rendition="#i">
                                       <hi rendition="#wide">Herrera</hi> historia de las
												Indias <choice>
                                          <expan>occidentales</expan>
                                          <abbr>occid.</abbr>
                                       </choice>
                                    </hi> vol. I.<lb/>pag.</hi> 239. der
											Madriter <choice>
                                    <expan>Ausgabe</expan>
                                    <abbr>Ausg.</abbr>
                                 </choice>
                                 <choice>
                                    <expan>von</expan>
                                    <abbr>v.</abbr>
                                 </choice> 1601.</ref>
                           </bibl>
                        </p>
                     </note>
                  </p>
                  <milestone unit="section" rendition="#hls"/>
               </div3>
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         </div1>
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</TEI>
