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<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0" xml:lang="de-DE"><text xml:id="blume_000758" xml:lang="ger"><body><div1 n="1">
            <head rendition="#indent-1">
               <hi rendition="#i">1</hi>) <hi rendition="#i">Auszug aus einem Schreiben des
							<persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/BlumenbachJ">Hrn.
							Hofrath <choice>
                        <expan>Johann</expan>
                        <abbr>J.</abbr>
                     </choice>
                     <choice>
                        <expan>Friedrich</expan>
                        <abbr>F.</abbr>
                     </choice>
                     <hi rendition="#wide">Blu-<lb type="inWord" />menbach</hi>
                  </persName> an
						den Herausgeber, über <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/HornemannF">Hrn. <hi rendition="#wide">Hornemanns</hi>
                  </persName>
                  <lb />Reise nach dem
						innern <name type="place" ref="gettyid:7001242">Afrika</name>.</hi>
            </head>
            <opener rendition="#right">
               <hi rendition="#i">
                  <name type="place" ref="gettyid:7005246">Göttingen</name>, den <date when="1797-12-15">15.
							Dec. 1797</date>
               </hi>.</opener>
            <p>Dass ein junger, schon sehr gebildeter, hoffnungsvoller<lb />deutscher Gelehrter,
					der in den angenehmsten Verhältnissen steht,<lb />und die besten Aussichten zur
					Beförderung in seinem Vaterlande<lb />vor sich sieht, einzig und allein von
					brennender Wissbegierde<lb />und Forschungsgeist getrieben, von selbst und für
					sich allein den<lb />Vorsatz fasst, und nach Jahre langer reifer Ueberlegung
					fest<lb />und standhaft dabey beharrt, eine der mindest bekannten, nur<lb />als
					unwirthbar verschrienen, von rohen Wilden bewohnten Erd-<lb type="inWord" />gegenden zu bereisen, um dadurch unsere Länder- und Völ-<lb type="inWord" />kerkunde zu bereichern; diess ist eine so seltne, und aus viel-<lb type="inWord" />seitiger Rücksicht so merkwürdige Erscheinung, und die
					schon<lb />so verdientes allgemeines Aufsehen in <name type="place" ref="gettyid:7000084">Deutschland</name> gemacht hat,<lb />dass ich Ihnen ein
					Vergnügen zu machen hoffe, wenn ich die<lb />nähern Umstände davon mittheile.</p>
            <p>
               <hi rendition="#i">
                  <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/HornemannF">Friedrich Hornemann</persName>
               </hi>, der einzige Sohn einer
					würdigen<lb />Predigerwitwe zu <name type="place" ref="gettyid:7005248">Hildesheim</name>, der ehedem Theologie bey uns<lb />studirt hatte, kam im
					Sommer <date when="1795">1795</date> von <name type="place" ref="gettyid:7013260">Hannover</name> aus zu mir<lb />und vertraute mir, dass
					er nun seit vier Jahren keinen grössern<lb />angelegentlichern Wunsch hege, als
					eine Gelegenheit zu finden,<lb />das <hi rendition="#i">innere <name type="place" ref="gettyid:7001242">Afrika</name>
               </hi> bereisen zu können. Er glaube,
					die zu ei-<lb type="inWord" />nem solchen Unternehmen nöthigen körperlichen
						Erfordernisse<lb />
               </p></div1></body></text></TEI>
