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         <titleStmt>
            <title type="uniform" xml:lang="ger">Bemerkungen auf einigen Reisen ins Waldecksche
					gesammlet [von Hrn. Prof. Blumenbach]</title>
            <title type="main" xml:lang="ger">Bemerkungen auf einigen Reisen ins Waldecksche
					gesammlet [von Hrn. Prof. Blumenbach]</title>
            <author>
               <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/BlumenbachJ">
                  <surname>Blumenbach</surname>
                  <forename>Johann Friedrich</forename>
               </persName>
            </author>
            <editor>Projekt Johann Friedrich Blumenbach - Online der <orgName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_org/AdWzG" role="edt">Akademie der Wissenschaften zu Göttingen</orgName>
            </editor>
            <respStmt>
               <resp>Projektträger:</resp>
               <orgName xml:id="NAdWzG">Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen</orgName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Volltexterstellung und Basis-TEI-Auszeichung durch:</resp>
               <orgName xml:id="textloop">textloop Martina Gödel</orgName>
            </respStmt>
            <respStmt>
               <resp>Bearbeitung durch: </resp>
               <orgName xml:id="BjfbO">Bearbeiter des Projekts Johann Friedrich Blumenbach -
						online</orgName>
            </respStmt>
         </titleStmt>
         <editionStmt>
            <edition>Elektronischer Volltext der online-Werkausgabe der Schriften Johann Friedrich
					Blumenbachs (Auszeichnung in TEI P5, BP-Level 5)</edition>
         </editionStmt>
         <publicationStmt>
            <publisher xml:id="JFBOPublisher">
               <orgName role="hostingInstitution">Niedersächsische Akademie der Wissenschaften</orgName>
               <orgName role="project">Johann Friedrich Blumenbach – Online</orgName>
            </publisher>
            <pubPlace>Göttingen</pubPlace>
            <date type="publication" when="2025"/>
            <availability>
               <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/">
                  <p>CC BY-SA 4.0</p>
               </licence>
            </availability>
         </publicationStmt>
         <seriesStmt>
            <title level="s" type="main">Blumenbach - Online</title>
         </seriesStmt>
         <notesStmt>
            <note type="remarkDocument">Herstellung der Imagedateien des Quelldokuments durch das Göttinger Digitalisierungszentrum</note>
         </notesStmt>
         <sourceDesc>
            <bibl type="JA"/>
            <biblFull>
               <titleStmt>
                  <title
                         level="a"
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                         xml:lang="ger">Bemerkungen auf einigen
							Reisen ins Waldecksche gesammlet [von Hrn. Prof. Blumenbach]</title>
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                         level="a"
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							ins Waldecksche gesammlet [von Hrn. Prof. Blumenbach]</title>
                  <author>
                     <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/BlumenbachJ">
                        <surname>Blumenbach</surname>
                        <forename>Johann Friedrich</forename>
                     </persName>
                  </author>
                  <editor>
                     <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/SchloezerA">
                        <surname>Schlözer</surname>
                        <forename>August Ludwig von</forename>
                        <nameLink>von</nameLink>
                     </persName>
                  </editor>
               </titleStmt>
               <extent>
                  <measure>Bde.</measure>
                  <measure>19,8 cm</measure>
               </extent>
               <publicationStmt>
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                     <persName
                               ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/VandenhoeckAnna"
                               role="pbl">
                        <surname>Vandenhoeck</surname>
                        <forename>Anna</forename>
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                  <pubPlace ref="gettyid:7005246">Göttingen</pubPlace>
                  <date when="1778">1778</date>
                  <date from="1776" to="1782">1776-1782</date>
               </publicationStmt>
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                  <title
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                         xml:lang="ger">August Ludwig Schlözers …
							Briefwechsel, meist historischen und politischen Inhalts</title>
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                         level="j"
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							Briefwechsel, meist historischen und politischen Inhalts</title>
                  <biblScope unit="part" n="3">3. Th.</biblScope>
                  <biblScope unit="issue" n="16">H. 16</biblScope>
                  <biblScope unit="page" from="229" to="237">S. 229-237</biblScope>
               </seriesStmt>
               <notesStmt>
                  <note type="BibAnmerkung">Forschungsnotiz zu Landschaft, Klima und Wirtschaft in
						Waldeck, sowie Bemerkungen zu dort vorkommenden Krankheiten (z. B. Heimweh)
						anlässlich einer Reise im Juli 1778. Eckige Klammern der Überschrift so in
						der Vorlage. Der Beitrag geht zum Teil zurück auf Blumenbachs Reisebericht
						an seinen Vater Johann Heinrich Blumenbach in Gotha, abgedruckt auf S.
						173-186 in „Johann Friedrich Blumenbach – Reise ins Waldeckische vom 1. bis
						14. Oktober 1777: ein unveröffentlichter Reisebericht“, Birgit Kümmel
						(Hrsg.), in <hi rend="i">Geschichtsblätter für Waldeck</hi> 84 (1996), S.
						169-186, mit Ill. Auch abgedruckt als „Reise ins Waldeckische [...]“, in
						[Lit.] The correspondence of Johann Friedrich Blumenbach / Frank William
						Peter Dougherty. – Vol. 1: 1773 - 1782 : letters 1 - 230 / rev., augm. and
						ed. by Norbert Klatt. – Göttingen : Klatt, 2006 [-&gt;156]; Nr. 70, S.
						116-133.</note>
                  <note/>
               </notesStmt>
            </biblFull>
            <msDesc>
               <msIdentifier>
                  <idno>
                     <idno type="SUB_call_number">8 H UN III, 3772</idno>
                     <idno type="CK_JFB_number">000780</idno>
                  </idno>
               </msIdentifier>
            </msDesc>
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         <projectDesc>
            <p>Volltextdigitalisierung für das Projekt "Blumenbach - Online" der Akademie der
					Wissenschaften zu Göttingen.</p>
         </projectDesc>
         <editorialDecl>
            <correction method="markup">
               <p>Corrigenda und Druckfehlerverzeichnisse wurden soweit vorhanden erfasst und
						zusätzlich über <gi>choice</gi> in die Texte eingearbeitet. Innerhalb von
							<gi>choice</gi> steht der korrigierte Wert in <tag>corr
							type="corrigenda"</tag> und der zu korrigierende Wert in
						<tag>orig</tag>. In der Editura-Basis HTML-Transformation wird zurzeit der
						Wert in <gi>corr</gi> realisiert.</p>
            </correction>
            <correction method="markup">
               <p>Bei der Erfassung eindeutig identifizierte Druckfehler wurden über
							<gi>choice</gi> gekennzeichnet. In <tag>corr type="misprint"</tag> wurde
						der korrigierte Wert erfasst und in <tag>orig</tag> der fehlerhafte Wert der
						Druckvorlage. In der textloop-Basis HTML-Transformation wird zurzeit der
						Wert in <gi>corr</gi> realisiert.</p>
            </correction>
            <normalization source="#NAdWzG" method="silent">
               <p>Bei der Zeichenerkennung wurde nach dem von der Akademie gelieferten Dokument
						"Buchstabenmuster_Blumenbach.doc" modernisiert.</p>
            </normalization>
            <normalization source="#NAdWzG" method="silent">
               <p>In Absprache mit der Akademie wurden die folgenden Aspekte der Vorlage nicht
						erfasst:</p>
               <p>Bogensignaturen und Kustoden</p>
               <p>Kolumnentitel</p>
               <p>Auf Titelblättern wurde auf die Auszeichnung der Schriftgrößenunterscheide
						zugunsten der Identifizeriung von <gi>titlePart</gi>s verzeichtet.</p>
               <p>Keine Auszeichnung der Initialbuchstaben am Kapitelanfang.</p>
               <p>Sich widerholende Titelkupfer in Zeitschriften</p>
            </normalization>
            <normalization method="markup">
               <p>Textbereiche, die in Frakturvorlagen in Antiqua gesetzt waren, wurden als
							<tag>hi rendition="#r"</tag> ("roman") ausgezeichnet. Textbereiche, die
						in Antiquavorlagen in Fraktur gesetzt waren, wurden als <tag>hi
							rendition="#gothic"</tag> ausgezeichnet. (vgl. CSS-Definitionen in unten
						stehender <tag>tagsDecl</tag>)</p>
            </normalization>
            <quotation marks="some">
               <p>Es wurden alle Anführungszeichen übernommen und die Zitate zusätzlich mit
							<tag>quote</tag> ausgezeichnet. Eine Ausname bilden Zitate, bei denen
						das Anführungszeichen zu Beginn jeder Zeie wiederholt wird. Hier wurden die
						Wiederholungen des öffenenden Zeichens nicht übernommen, sondern jeweils nur
						das öffnende und das schließende Zeichen. Das umschließende Element
							<gi>quote</gi> wurde für diese Zitate über das Attribut <att>type</att>
						mit dem Wert <val>preline</val> gekennzeichnet.</p>
            </quotation>
            <hyphenation eol="all">
               <p>Weiche und harte Zeilentrennungen wurden als 002D übernommen. Weiche
						Zeilentrennungen wurden über die Ergänzung eines Attributwertes von den
						harten Trennungen unterscheiden: <tag>lb type="inWord"</tag>. Erstreckt sich
						die Worttrennung über einen Seitenumbruch steht das Element <gi>pb</gi>
						direkt hinter dem schließenden <tag>lb type="inWord"</tag> bzw.
							<tag>lb</tag>
               </p>
            </hyphenation>
         </editorialDecl>
         <tagsDecl>
            <rendition xml:id="r" scheme="css">font-family: "times new roman", times,
					serif;</rendition>
            <rendition xml:id="gothic" scheme="css">font-family: "times new roman", times,
					serif;</rendition>
            <rendition xml:id="sw" scheme="css">font-weight: bold</rendition>
            <rendition xml:id="hand" scheme="free">font-style: italic</rendition>
            <rendition xml:id="wide" scheme="css">letter-spacing: 2pt;</rendition>
            <rendition xml:id="center" scheme="css">text-align: center;</rendition>
            <rendition xml:id="no_indent" scheme="css">text-indent: none;</rendition>
            <rendition xml:id="indent-1" scheme="css">text-indent: -1em;</rendition>
            <rendition xml:id="indent-2" scheme="css">text-indent: -2em;</rendition>
            <rendition xml:id="indent" scheme="css">text-indent: 1em;</rendition>
            <rendition xml:id="right" scheme="css">text-align: right;</rendition>
            <rendition xml:id="left" scheme="css">text-align: left;</rendition>
            <rendition xml:id="l1em" scheme="css">margin-left: 1em;</rendition>
            <rendition xml:id="l2em" scheme="css">margin-left: 2em;</rendition>
            <rendition xml:id="l3em" scheme="css">margin-left: 3em;</rendition>
            <rendition xml:id="r1em" scheme="css">margin-right: 1em;</rendition>
            <rendition xml:id="hidden" scheme="css">display: none;</rendition>
            <rendition xml:id="small" scheme="css">font-size: .8em;</rendition>
            <rendition xml:id="x-small" scheme="css">font-size: x-small;</rendition>
            <rendition xml:id="xx-small" scheme="css">font-size: xx-small;</rendition>
            <rendition xml:id="large" scheme="css">font-size: large;</rendition>
            <rendition xml:id="x-large" scheme="css">font-size: x-large;</rendition>
            <rendition xml:id="xx-large" scheme="css">font-size: xx-large</rendition>
            <rendition xml:id="smcap" scheme="css">font-variant: small-caps</rendition>
            <rendition xml:id="i" scheme="css">font-style: italic</rendition>
            <rendition xml:id="b" scheme="css">font-weight: bold</rendition>
            <rendition xml:id="sup" scheme="css">font-size: .7em; vertical-align:
					super;</rendition>
            <rendition xml:id="sub" scheme="css">font-size: .7em; vertical-align:
					sub;</rendition>
            <rendition xml:id="ul" scheme="css">text-decoration: underline</rendition>
            <rendition xml:id="ulul" scheme="css">text-decoration: underline </rendition>
            <rendition xml:id="hls" scheme="free">horizontal line short; solid; align:
					center</rendition>
            <rendition xml:id="hll" scheme="free">horizontal line long; solid; align:
					center</rendition>
            <rendition xml:id="dhls" scheme="free">double horizontal line short; solid; align:
					center</rendition>
            <rendition xml:id="dhll" scheme="free">double horizontal line long; solid; align:
					center</rendition>
            <rendition xml:id="rabox" scheme="free">rectangular box; align: center</rendition>
            <rendition xml:id="ornament" scheme="free">printers ornament; align:
					center</rendition>
            <namespace name="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
               <tagUsage gi="div">Es wurden nur nummerierte <gi>div</gi>s genutzt.</tagUsage>
               <tagUsage gi="pb">Trägt obligatorisch die folgenden Attribute: <att>n</att> gibt
						die Originalseite der Vorlage wieder, <att>facs</att> ruft die
						Faksimiledatei auf, <att>xml:id</att> bildet für Seitenverweise eine ID aus
						dem Wert von <att>n</att> und einer laufenden Nummer. Wird <gi>pb</gi> in
						Fußnotentexten ein zweites Mal gesetzt, zählt die genannte ID eine Stelle
						hoch.</tagUsage>
            </namespace>
         </tagsDecl>
         <refsDecl>
            <p>Über das ODD-File "blumenbach_TEI_changedck_manuell.xml" wurde die
					Schemaerstellung gesteuert. Aktuell stehen alle Elemente der vier Grundmodule
					tei, core, textstructure und header zur Nutzung bereit. Zusätzlich alle Elemente
					des Moduls tagdocs und namesdates für die Dokumentation im teiHeader. Die von
					Editura ausgeschlossenen Elemente in den Modulen figures, transcr und linking
					wurden bei der Schemabearbeitung durch Blumenbach-online wieder aufgehoben.</p>
            <p>Folgende Attributwerte wurden für den Einsatz im Volltext im ODD-File
					"blumenbach_TEI_changedck_manuell.xml" näher bestimmt und bereitgestellt:</p>
            <p>Element <gi>pb</gi>: Für das Attribut <att>n</att> sind neben Seitenzahlen
					weitere zugelassene Werte definiert.</p>
            <p>Element <gi>lb</gi>: Mögliche Werte für das Attribut <att>type</att> sind als
					geschlossene Liste definiert.</p>
            <p>Element <gi>titlePart</gi>: Mögliche Werte für das Attribut <att>type</att> sind
					als geschlossene Liste definiert.</p>
            <p>Element <gi>div1</gi>: Mögliche Werte für das Attribut <att>type</att> sind als
					geschlossene Liste definiert.</p>
            <p>Element <gi>corr</gi>: Mögliche Werte für das Attribut <att>type</att> sind als
					geschlossene Liste definiert.</p>
         </refsDecl>
         <classDecl>
            <taxonomy xml:id="gnd">
               <bibl>Gemeinsame Normdatei (GND)</bibl>
            </taxonomy>
            <taxonomy xml:id="ddc">
               <bibl>Dewey Decimal Classification</bibl>
            </taxonomy>
            <taxonomy xml:id="getty">
               <bibl>Getty Thesaurus of Geographic Names</bibl>
            </taxonomy>
            <taxonomy xml:id="icc">
               <bibl>Iconclass</bibl>
            </taxonomy>
            <taxonomy xml:id="jfbo_genretypen">
               <bibl>Johann Friedrich Blumenbach - Online Genretypen</bibl>
            </taxonomy>
         </classDecl>
         <listPrefixDef>
            <prefixDef ident="gettyid"
                       matchPattern="([a-z]+)"
                       replacementPattern="http://vocab.getty.edu/tgn/#$1">
               <p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "GettyId" können umgewandelt werden, damit
						sie auf einen Eintrag des <ref target="#Getty">Getty Thesaurus of Geographic
							Names</ref> zeigen.</p>
            </prefixDef>
            <prefixDef ident="gndid"
                       matchPattern="([a-z]+)"
                       replacementPattern="http://d-nb.info/gnd/#$1">
               <p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "GndId" können umgewandelt werden, damit
						sie auf einen Eintrag der <ref target="#Gnd">Gemeinsamen Normdatei
							(GND)</ref> der Deutschen Nationalbibliothek zeigen.</p>
            </prefixDef>
            <prefixDef ident="iccid"
                       matchPattern="([a-z]+)"
                       replacementPattern="http://iconclass.org/#$1">
               <p>Projektinterne URIs mit dem Präfix "IccId" können umgewandelt werden, damit
						sie auf einen Eintrag des Klassifikationssystems <ref target="#Icc">Iconclass</ref> zeigen.</p>
            </prefixDef>
         </listPrefixDef>
      </encodingDesc>
      <profileDesc>
         <textClass>
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            <keywords scheme="#Gnd">
               <term ref="GndId:4020216-1">Geografie</term>
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               <term ref="GndId:4066399-1">Wirtschaft</term>
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               <term>18. Jahrhundert</term>
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         <change when="2025-01-22" who="#BjfbO">Abschluss Tiefenerschließung</change>
         <change when="2025-02-10" who="#BjfbO">Korrekturen im Header</change>
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            <byline rendition="#center">
               <docAuthor>
                  <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/SchloezerA">August Ludwig
							Schlözer</persName>
               </docAuthor>’s<lb/>Professors in <name type="place" ref="gettyid:7005246">Göttingen</name>
               <lb/>der <orgName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_org/AdWSP">
                  <choice>
                     <expan>kaiserlichen</expan>
                     <abbr>kaiserl.</abbr>
                  </choice> Rußischen Akademie der Wissenschaften in
						St.<lb/>Petersburg</orgName>, der <orgName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_org/KSVA">
                  <choice>
                     <expan>königlichen</expan>
                     <abbr>königl.</abbr>
                  </choice> Schwedischen in Stockholm</orgName>,<lb/>und der <orgName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_org/BAdW">
                  <choice>
                     <expan>kurfürstlichen</expan>
                     <abbr>kurfürstl.</abbr>
                  </choice> Bayrischen in München</orgName>,<lb/>Mitglieds</byline>
            <docTitle rendition="#center">
               <titlePart type="main">Briefwechsel<lb/>meist<lb/>historischen und
						politischen<lb/>Inhalts</titlePart>
            </docTitle>
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            <titlePart type="sub" rendition="#center">Dritter Theil, Heft XIII–XVIII,<lb/>
               <date when="1778">1778</date>.</titlePart>
            <milestone rendition="#hll" unit="section"/>
            <docImprint rendition="#center">
               <hi rendition="#wide">
                  <name type="place" ref="gettyid:7005246">Göttingen</name>
               </hi>,<lb/>im Verlage der
						<persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/VandenhoeckAnna">Vandenhoekschen</persName> Buchhandlung.<lb/>
               <docDate>
                  <date when="1788">1778</date>
               </docDate>.</docImprint>
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            <pb n="229" facs="images/00000002.tif" xml:id="pb229_0001"/>
            <head rendition="#center">28.<lb/>Bemerkungen auf einigen Reisen ins <name type="place" ref="gettyid:7077053">
                  <hi rendition="#sw">Waldecksche</hi>
               </name>
               <lb/>gesammlet [von <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/BlumenbachJ">Hrn. Prof.
						Blumenbach</persName>].</head>
            <p>Das <name type="place" ref="gettyid:7077053">Waldeckische</name> ist allem
					Anschein nach eins der<lb/>
               <hi rendition="#sw">höchsten</hi> Länder in <name type="place" ref="gettyid:7000084">Deutschland</name>. Ich habe zwar
					weder<lb/>Zeit noch Werkzeuge gehabt, Messungen anstellen zu kön-<lb type="inWord"/>nen: allein alle andre Anzeigen machen diese
					Vermuthung<lb/>warscheinlich. Die Gegend um <name type="place" ref="gettyid:7005945">Arolsen</name> hat Wasserman-<lb type="inWord"/>gel;
					da hingegen zalreiche Flüsse, die <name type="place" ref="gettyid:7216840" cert="medium">Aar</name>, <name type="place" ref="gettyid:7077053">Urbe</name>
               <note type="editorial">Der Getty Thesaurus of Geographic Names
						führt den Fluss „Urbe“ nicht.</note>, <name type="place" ref="gettyid:1131165">Twi-<lb type="inWord"/>ste</name> u.s.w. in der
					Nachbarschaft entspringen: ferner ist<lb/>die Luft kalt, und eben daher sind die
					Bäume in den vie-<lb type="inWord"/>len Holzungen, wenigstens in der nordlichen
					Helfte, für<lb/>ihr Alter und Stärke nur kurzstämmicht; da sie hinge-<lb type="inWord"/>gen, wie ich höre, in den südlichen Aemtern, im <name type="place" ref="gettyid:7005948">Wil-<lb type="inWord"/>dungischen</name>
					etc. schon höher schiessen. Auch finden sich die<lb/>weissen und schwarzen
					Spielarten von Thieren, die sonst<lb/>nur Nordlichen oder sehr hoch liegenden
					Erdstrichen<lb/>eigen sind, hier häufiger als in andern Gegenden <name type="place" ref="gettyid:7000084">Deutsch-<lb type="inWord"/>lands</name>.
					So z.B. die weißen Sangdrosseln (<foreign xml:lang="lat">
                  <hi rendition="#r">
                     <hi rendition="#i">turdus</hi> mu-<lb type="inWord"/>sicus</hi>
               </foreign>), die grauen und schwarzen Eichhörnchen, schwarz-<lb type="inWord"/>braune Kreuzfüchse, wovon ich selbst Felle gesehen
					habe:<lb/>Hermeline oder Wiesel, die Jahr aus Jahr ein, und mit-<lb type="inWord"/>ten im Sommer, ihre weiße Farbe behalten u.s.w.</p>
            <p>Die kalte <hi rendition="#sw">Bergluft</hi> ist rein, trocken und
					gesund.<lb/>Daher denn selten, oder doch mit weniger Gefar, <hi rendition="#sw">Epi-<lb type="inWord"/>demien</hi> graßiren: auch die <hi rendition="#sw">Inoculation</hi> hier treflich<lb/>gelingt, und man deshalb
					noch im vorjärigen Sommer<lb/>aus benachbarten Ländern Kinder dahin schickte, um
					sie<lb/>dort einimpfen zu lassen. Auser der Auszehrung ist hier<lb/>keine <hi rendition="#sw">endemische Krankheit</hi> bekannt; und gegen diese<lb/>sind
					die Reisen nach <name type="place" ref="gettyid:1003759">Holland</name> würksam,
					wo die veränder-<lb type="inWord"/>te feuchte Luft Erleichterung schafft. Im
					ganzen sterben<lb/>
               <pb n="230" facs="images/00000003.tif" xml:id="pb230_0001"/>die
					meisten Einwohner an natürlichen Folgen des Alters,<lb/>am Marasmus.</p>
            <p>Eine eigne Krankheit, die die Waldecker ausser ih-<lb type="inWord"/>rem
					Vaterland leicht befällt, ist das <hi rendition="#sw">Heimweh;</hi>
					das<lb/>zumal unter den Truppen in Holländischen Diensten ge-<lb type="inWord"/>mein ist, und sich mit allen den heftigen und plötzlichen<lb/>Anfällen, wie
					bey Schweizern oder Lappen, (und im<lb/>Grunde wie unter jedem Meridian) äusert;
					das aber<lb/>auch eben so schnell und zur Bewunderung gehoben wer-<lb type="inWord"/>den kan, so bald die Patienten selbst nur die
					Hoffnung<lb/>vor sich sehen, in ihre Heimath zurückkehren zu dürfen.<lb/>Der
						<persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/NostizO">Herr
						Obristlieutenant von Nostiz</persName> hat die Güte ge-<lb type="inWord"/>habt, mir mehrere specielle Fälle hierüber mitzutheilen,<lb/>wovon ich einen
					anfüre. Ein Waldecker Soldat bekam<lb/>in <name type="place" ref="gettyid:1003759">Holland</name> das Heimweh, und bewarb sich um
					Urlaub,<lb/>der ihm aber aus sehr zureichenden Gründen versagt wer-<lb type="inWord"/>den mußte. Der Mensch verlohr von der Zeit an
					allen<lb/>Appetit, seine körperlichen Kräfte schwanden zusehends,<lb/>und er
					zehrte binnen wenig Wochen so weit ab, daß ihn<lb/>die Aerzte verlohren gaben.
					Sein Major besuchte ihn<lb/>eines Morgens, fand ihn als einen halbtodten
					Mann,<lb/>und versprach ihm sogleich seinen Urlaub, den er ihm zu<lb/>aller
					Versicherung noch am gleichen Nachmittag schickte,<lb/>und der bis zu seiner,
					dem Anschein nach freilich sehr<lb/>entfernten, Erholung gültig seyn sollte –
					Und am<lb/>Abend des gleichen Tages sah man den Menschen, der<lb/>am Morgen
					nicht aufrecht zu sitzen vermochte, mit dem<lb/>Ranzen auf dem Rücken zum Thor
					naus wandern. Er<lb/>kam zu gesetzter Zeit aus seinem Dorf zum
					Regimente<lb/>zurück, seine Sehnsucht war für immer gestillt, und er<lb/>lachte,
					wenn ihn nachher seine Cameraden an seine Hei-<lb type="inWord"/>mat und an
					seine vaterländischen Gebirge erinnerten.<lb/>Ueberhaupt hat man gefunden, daß
					solche Leute nur ein<lb/>für allemal mit dem Heimweh befallen werden, und
						sich,<lb/>
               <pb n="231" facs="images/00000004.tif" xml:id="pb231_0001"/>wenn sie
					nur einmal ihren großen Wunsch befriedigen,<lb/>und heimreisen können, nachher
					für immer geheilt finden,<lb/>und sodann auser Landes so frisch und froh als
					irgend im<lb/>Vaterlande leben. Eine Bemerkung, die beyläufig den<lb/>waren
					Grund des Heimwehs in den <hi rendition="#sw">innern Sinnen</hi> be-<lb type="inWord"/>stätigt, und hingegen den vorgeblichen Einfluß der Luft
					u.<lb/>s.w. widerlegt. So hat der Kuhreihen keine andre Zau-<lb type="inWord"/>berkraft, als daß er bey Schweizern die alten Bilder von<lb/>ihren
					vaterländischen Alpweiden hervorruft; und aus<lb/>gleichem Grunde heimelts mir
					selbst, wenn ich Kühe mit<lb/>Schellen am Hals höre, wie ich sie in frühen
					Jahren so<lb/>oft auf den Bergen des <name type="place" ref="gettyid:1109717">Thüringer Walds</name> gehört habe –</p>
            <p>Der kalten Lage ohngeachtet sind doch die <hi rendition="#sw">Sommer</hi>
               <lb/>im
						<name type="place" ref="gettyid:7077053">Waldeckischen</name>, wie im
					gebirgichten <name type="place" ref="gettyid:7003762">Wallis</name>, oft au-<lb type="inWord"/>serordentlich <hi rendition="#sw">heiß:</hi> und daher auch
					die tollen Hunde um<lb/>die Zeit nicht selten. Ich bin versichert worden, daß
					man<lb/>verschiedentlich <hi rendition="#sw">tollen Hundsbiß</hi> durch den
					innern Ge-<lb type="inWord"/>brauch des Gauchheils, aber freylich in Verbindung
					mit<lb/>großen Blasenpflastern, geheilt habe: da hingegen die,<lb/>bey denen
					dieses Mittel nicht versucht worden, an der<lb/>Wasserscheu gestorben wären. So
					erzälte man mir un-<lb type="inWord"/>ter andern den jammervollen Tod eines
					jungen Bauern-<lb type="inWord"/>kerls aus <name type="place" ref="gettyid:7170076">Herbsen</name>
               <note type="original"
                     resp="#JFB"
                     place="bottom"
                     anchored="true"
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                  <anchor xml:id="pb231_0002"/>
                  <p>Die angefürten Dörfer, Berge, Flüsse u
							s.w.<lb/>finden sich fast alle auf der Karte von <name type="place" ref="gettyid:7077053">Waldeck</name>
                     <note type="editorial">Gemeint
								ist wohl folgende Karte: <bibl>
                           <ref target="ditavuri:jfb:NICOLAIJEREMIAS1733a">Jeremias Nicolai: <hi rendition="#i">Waldecciae ac
											finitimorum dominiorum Itterani [et] Cansteiniani nec
											non insertæ dioecesis Eimelrodensis accurata
										tabula</hi>. Nürnberg: Homanns Erben,
								1733.</ref>
                        </bibl>
                     </note>, die vom<lb/>Corbacher Conrector <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/NicolaiJeremias">Nicolai</persName>, (und zwar wie ich sehe, mit<lb/>einer nicht
							gemeinen Accuratesse) aufgenommen, bey<lb/>
                     <orgName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_org/HohmannsErben">Homanns
								Erben</orgName> verlegt, und in der großen Berliner<lb/>Karte in 4
							Blatt von <name type="place" ref="gettyid:7170491">Niederhessen</name>
                     <note type="editorial">Der Getty Thesaurus of
								Geographic Names führt die Region „Niederhessen“ nicht.</note>,
								<name type="place" ref="gettyid:7077053">Waldeck</name> etc.
							wieder<lb/>copirt ist.</p>
               </note>, der in der grösten Wuth, wo<lb/>sich
					kein andrer Mensch ihm nahen durfte, doch immer<lb/>bey den Besuchen eines ihm
					verlobten Mädgens, die<lb/>durch nichts abzuhalten war, ihren furchtbaren
						Geliebten<lb/>
               <pb n="232" facs="images/00000005.tif" xml:id="pb232_0001"/>mit
					Speise zu versorgen, still und sanftmüthig wurde,<lb/>aber doch unter der Gewalt
					des Uebels erliegen mußte.</p>
            <p>Der <hi rendition="#sw">Boden</hi> im <name type="place" ref="gettyid:7077053">Waldeckischen</name> ist, so wie die Ber-<lb type="inWord"/>ge selbst,
					verschiedner Gattung. In den Gegenden, die<lb/>ich bereist habe, waren
					vorzüglich dreyerley <hi rendition="#sw">Gebirge</hi>
               <lb/>merkwürdig. Erstens
					von <name type="place" ref="gettyid:7005945">Arolsen</name> nordlich bey <name type="place" ref="gettyid:1040902">Rho-<lb type="inWord"/>den</name>, <name type="place" ref="gettyid:7062323">Ammenhausen</name> etc. ein <hi rendition="#sw">Kalksteingebirge,</hi> das so<lb/>wie unser <name type="place" ref="gettyid:7183802">Heinberg</name>, eine blose Petrefacten
					Masse ist, das<lb/>ihm auch in seiner ganzen Lage, und in Rücksicht
					aller<lb/>Sorten von Versteinerungen, vollkommen gleicht, und<lb/>das zu
					derselben Bergkette gehört, die sich westwärts ins<lb/>
               <name type="place" ref="gettyid:7012772">Westphälische</name>, und gegen Osten ins <name type="place" ref="gettyid:7003686">Sächsische</name> nach <name type="place" ref="gettyid:7005938">Go-<lb type="inWord"/>tha</name>, <name type="place" ref="gettyid:7012886">Weimar</name> und weiterhin erstreckt. Südwestlich
						über<lb/>
               <name type="place" ref="gettyid:7184575">Giebringhausen</name>,
						<name type="place" ref="gettyid:7112138">Renegge</name> etc. hinaus,
					streicht ein großes<lb/>
               <hi rendition="#sw">Thonschiefergebirg,</hi> das die
					höchsten Berge des Lan-<lb type="inWord"/>des, die <name type="place" ref="gettyid:7161685">hohe Egge</name>, den <name type="place" ref="gettyid:7161671">hohen Pön</name>, und den <name type="place" ref="gettyid:7197111">Dommel</name>
               <lb/>begreift, und theils wegen der
					mannichfaltigen und über-<lb type="inWord"/>aus sonderbaren Petrefacten
					Abdrücke, theils wegen des<lb/>auffallenden Ansehens merkwürdig ist. Ganz <name type="place" ref="gettyid:7060242">Adorf</name>
               <lb/>und mehrere Orte stehen
					auf dem platten Schiefer, und<lb/>hinter <name type="place" ref="gettyid:7060242">Adorf</name> ist auch der berümte <name type="place" ref="gettyid:7060242">
                  <hi rendition="#sw">Cappenstein</hi>
               </name>
               <note type="editorial">Der Getty Thesaurus of Geographic Names führt den
						„Cappenstein“ bzw. „Kappenstein“ bei Adorf nicht.</note>, eine<lb/>jähe,
					über 300 Fuß hohe Schieferwand, die der Sa-<lb type="inWord"/>ge nach sonderbare
					Abdrücke wie Katzenspuren enthalten<lb/>sollte. Ich bin mit einigen Gefehrten
					hinabgeklettert;<lb/>die vermeinten Abdrücke aber waren blos vom
					Wasser<lb/>ausgespülte Grübgen, und von keinem weitern Belan-<lb type="inWord"/>ge. Gegen Osten kommen endlich die ausgebrannten<lb/>
               <hi rendition="#sw">Vulcane,</hi> deren deutliche Spuhren sich südwestlich nach<lb/>dem <name type="place" ref="gettyid:7012611">Rhein</name>, auf der andern Seite aber
					über den <name type="place" ref="gettyid:7000084">Dürren-<lb type="inWord"/>berg</name>
               <note type="editorial">Der Getty Thesaurus of Geographic Names
						führt den „Dürrenberg“ nicht bzw. der hier genannte „Dürrenberg“ ist nicht
						eindeutig identifizierbar.</note> und <name type="place" ref="gettyid:7077736">Habichtswald</name> bis nach <name type="place" ref="gettyid:7005246">Göttingen</name>, und ver-<lb type="inWord"/>muthlich
					weiter noch erstrecken. Besonders habe ich den<lb/>
               <name type="place" ref="gettyid:7149282">Lammsberg</name>
               <note type="editorial">Der Getty
						Thesaurus of Geographic Names führt den „Lammsberg“ bei Külte nicht.</note>
					hinter <name type="place" ref="gettyid:7085238">Wetterburg</name> ohnweit <name type="place" ref="gettyid:7149282">Cülte</name>, unter-<lb type="inWord"/>sucht, dessen isolirte Lage und Gestalt schon seinen Ur-<lb type="inWord"/>sprung verräth. Sein Crater ist sehr gut erhalten, und<lb/>
               <pb n="233" facs="images/00000006.tif" xml:id="pb233_0001"/>die Laven sind wegen der
					verschiedenen Verglasungen,<lb/>wegen des eingesprengten Zeolits u.s.w.
					merkwürdig.</p>
            <p>Die <hi rendition="#sw">Aussichten</hi> von allen diesen Bergen, beson-<lb type="inWord"/>ders auch die vom <name type="place" ref="gettyid:7193156">gelben Stuken</name>
               <note type="editorial">Der Getty Thesaurus of
						Geographic Names führt den „gelben Stuken“ (bei Flechtdorf) nicht.</note>
					disseits <name type="place" ref="gettyid:7079244">Würminghausen</name>,<lb/>sind
					unverbesserlich, und einige besondre Gegenden, wie<lb/>der <name type="place" ref="gettyid:7005945">Marcusstein</name>
               <note type="editorial">Der Getty
						Thesaurus of Geographic Names führt den „Marcusstein“ nördlich von Bad
						Arolsen nicht.</note>, eine in Felsen gehauene Einsideley,<lb/>die noch im
					vorigen Jarhundert ein Eremit bewonte, über<lb/>alle Beschreibung
					romantisch.</p>
            <p>Das Land ist, des steinichten Bodens ohngeachtet,<lb/>überaus <hi rendition="#sw">fruchtbar;</hi> und es finden sich wenige Stellen,<lb/>die nicht mit Holz
					bewachsen oder urbar wären.</p>
            <p>Die vielen <hi rendition="#sw">Waldungen</hi>, wovon das ganze Land<lb/>den Namen
					fürt, bestehen meist aus Buchen und Eichen:<lb/>auch aus Nadelhölzern, die doch
					in den Gegenden um<lb/>
               <name type="place" ref="gettyid:7005945">Arolsen</name>
					seltner sind. Die <hi rendition="#sw">große Allee</hi> hinter <name type="place" ref="gettyid:7005945">Arolsen</name>
               <lb/>machen sechs Reihen hundertjäriger
					Eichen: sie ist zwey<lb/>tausend Schritte lang, und geht bis zu den
					Pavillons,<lb/>die noch von dem abgebrochnen ehemaligen Schlosse <name type="place" ref="gettyid:7141798">Loui-<lb type="inWord"/>senthal</name>
					stehen blieben sind.</p>
            <p>
               <hi rendition="#sw">Getraide</hi> wird in Menge gebaut, und der Ueber-<lb type="inWord"/>fluß ins <name type="place" ref="gettyid:7170491">Heßische</name>, <name type="place" ref="gettyid:7004449">Mainzische</name>
					und <name type="place" ref="gettyid:7205912">Cellische</name> verfürt.
					Ich<lb/>habe mich öfters verwundert, wenn ich in manchen Ge-<lb type="inWord"/>genden die Aecker voll großer Steine liegen sah, die aber,<lb/>wie ich hörte,
					mit Fleiß und sorgfältig drauf getragen<lb/>waren, und die auf dem sandigten
					Boden von Nutzen<lb/>sind, weil sich das Regenwasser unter ihnen
					sammlet,<lb/>und sie das Erdreich feucht erhalten, das sonst die
					Sonne<lb/>ausdürren würde. In den höhern Berggegenden kömmt<lb/>wegen der Kälte
					keine Winterfrucht fort. Man bestellt<lb/>also einige Jahre lang Sommerfrucht,
					und läßts dann<lb/>einige Zeit unbesäet, oder wie mans dort nennt,
					dreisch<lb/>liegen, da es doch trefliches Viehfutter hervorbringt.</p>
            <p>
               <hi rendition="#sw">Cartoffeln</hi> werden zwar auch gepflanzt, doch dür-<lb type="inWord"/>
               <pb n="234" facs="images/00000007.tif" xml:id="pb234_0001"/>fen
					sie im <name type="place" ref="gettyid:7077053">Waldeckischen</name> nicht den
					Getraidebau verdrän-<lb type="inWord"/>gen. Neuerlich hat man <hi rendition="#sw">Färberröthe,</hi> und mit dem<lb/>besten Erfolg, zu bauen
					angefangen.</p>
            <p>Die <hi rendition="#sw">Viehzucht</hi> ist vorzüglich durch die Mennoni-<lb type="inWord"/>sten, die zu <name type="place" ref="gettyid:7005945">Hüninghausen</name>
               <note type="editorial">Der Getty Thesaurus of Geographic
						Names führt den Ort „Hüninghausen“ (heute Stadtgebiet Bad Arolsen)
						nicht.</note> und anderwärts große Meie-<lb type="inWord"/>reyen haben,
					vervollkommnet. Sie haben zu <name type="place" ref="gettyid:7190233">Eilhau-<lb type="inWord"/>sen</name> etc. Brannteweinbrennereyen angelegt; wovon
					das<lb/>Spülig trefliche Ochsenmast geben soll. Die Käse aus<lb/>ihren Meiereyen
					gleichen dem Emmenthaler und Sanen-<lb type="inWord"/>käs, und werden häufig
					nach <name type="place" ref="gettyid:7002445">England</name> und
					anderwärts<lb/>verschickt. Die Schafzucht gedeiht zumal in den Ge-<lb type="inWord"/>genden am <name type="place" ref="gettyid:7161671">hohen
						Pön</name> und da herum, wo der dürre<lb/>schiefrige Boden die besten
					Schaafkräuter trägt.</p>
            <p>Beides, die Waldecksche hohe und niedere <hi rendition="#sw">Jagd,</hi>
               <lb/>ist
					längst als sehr beträchtlich bekannt. Doch wird das<lb/>Schwarzwildpret, wegen
					des Schadens, den die Sauen<lb/>den Kornfrüchten, den Cartoffeln, und besonders
					den<lb/>Wiesen, zufügen, wo sie sich vorzüglich nach den Küm-<lb type="inWord"/>melwurzeln ziehn, jetzo nicht mehr so stark als ehedem<lb/>gehegt.
					Rothwildpret ist selbst in den nächsten Holzun-<lb type="inWord"/>gen bey
					Arolsen häufig, wo ich die Hirsche im Herbst des<lb/>Nachts aus meinem Zimmer
					konnte rufen hören. Von<lb/>
               <hi rendition="#sw">Vögeln</hi> sind Auerhüner,
					Birkhüner, Haselhüner, Reb-<lb type="inWord"/>hüner, Drosseln, Kramtsvögel,
					Lerchen u.s.w. gemein.</p>
            <p>Ueberhaupt finden sich die besten <hi rendition="#sw">Fische</hi> in
						der<lb/>
               <name type="place" ref="gettyid:7024661">Eder</name>. Besonders
					große Forellen, Hechte und Karpen.<lb/>Die Forellen im Amte <name type="place" ref="gettyid:7077053">Eisenberg</name>
               <note type="editorial">Der Getty
						Thesaurus of Geographic Names führt die historische Region „Eisenberg“
						nicht.</note> sind klein, aber ganz<lb/>vorzüglich schmackhaft.</p>
            <p>Die <hi rendition="#sw">Bienenzucht</hi> ist, wie es bei der
					bergichten<lb/>kalten Lage nicht anders seyn kan, unbeträchtlich.</p>
            <p>Desto reicher ist dagegen das Land mit <hi rendition="#sw">Erzten</hi> ver-<lb type="inWord"/>sorgt. Die <name type="place" ref="gettyid:7024661">Eder</name> fürt <hi rendition="#sw">Gold,</hi> das besonders bey <name type="place" ref="gettyid:7024669">Affol-<lb type="inWord"/>dern</name> und
						<name type="place" ref="gettyid:1039581">Herzhausen</name> gewaschen wird,
					wo sich ein Arbei-<lb type="inWord"/>ter doch täglich sechs gute Groschen
					verdienen kan. Ich<lb/>
               <pb n="235" facs="images/00000008.tif" xml:id="pb235_0001"/>habe <rs type="object"
                   subtype="GeMMe"
                   ref="https://forschungsdatenbank.gbv.de/api/v1/objects/uuid/9f73d1f3-9e90-4d0f-83ca-07d37ac18297">große Körner</rs> daher, und mancherley <rs type="object" subtype="Artefakt">kleine Ge-<lb type="inWord"/>räthe aus Edergold</rs>
               <note type="editorial">Das Objekt ist derzeit nicht auffindbar.</note> gesehen.
					Ehedem ist auch im Eisen-<lb type="inWord"/>berg bey <name type="place" ref="gettyid:7186492">Goldshausen</name> von <name type="place" ref="gettyid:1039921">Corbach</name>Corbach südwestlich, Gold ge-<lb type="inWord"/>brochen, aber nachher, da es die Kosten nicht mehr er-<lb type="inWord"/>trug, auch nicht weiter betrieben worden. Daß der<lb/>Fund
					doch von Belange gewesen, sieht man aus einem<lb/>Reisediario <persName ref="http://uri.gbv.de/terminology/jfbo_person/WolradII">Graven Volrats von
						Waldeck</persName> im fürstlichen<lb/>Archiv<note type="editorial">Vgl. <hi rendition="#i">Des Grafen Wolrad von Waldeck Tagebuch während des
							Reichstages zu Augsburg 1548</hi>. Hg. v. C. L. P. Tross. Stuttgart:
						Litterarischer Verein, 1861.</note>, da dieser Herr <date when="1546">1546</date> zu <name type="place" ref="gettyid:7004324">Augspurg</name> mit
					den rei-<lb type="inWord"/>chen Fuggern u.a. seines Goldbergwerks wegen in
						Unter-<lb type="inWord"/>handlung gestanden. Auch noch ums Jahr <date when="1580">1580</date> ist<lb/>das Werk von <name type="place" ref="gettyid:7004456">Magdeburg</name> aus, aber schon mit
					weniger<lb/>Profit, betrieben worden, und endlich gar eingegangen.<lb/>
               <hi rendition="#sw">Kupfer</hi> findet sich bey <name type="place" ref="gettyid:7124334">NiederEnse</name>, <name type="place" ref="gettyid:7184101">Goddelsheim</name> und<lb/>
               <name type="place" ref="gettyid:7100678">Schaken</name>, alles dreyes im Amte <name type="place" ref="gettyid:7077053">Eisenberg</name>
               <note type="editorial">Der Getty Thesaurus of Geographic Names führt die historische Region
						„Eisenberg“ nicht.</note>. Die <hi rendition="#sw">Ei-<lb type="inWord"/>senwerke</hi> im <name type="place" ref="gettyid:7077053">Waldeckischen</name> sind berümt und ausnemend<lb/>ergiebig. Besonders die
					Gruben im <name type="place" ref="gettyid:7130154">Martenberg</name>
						bei<lb/>
               <name type="place" ref="gettyid:7060242">Adorf</name>, und im <name type="place" ref="gettyid:7112138">Semmed</name>
               <note type="editorial">Der
						Getty Thesaurus of Geographic Names führt den Ort „Semmed“ nicht.</note> bey
						<name type="place" ref="gettyid:7112138">Renegge</name>, die ich beide
						un-<lb type="inWord"/>tersucht habe. Auf dem <name type="place" ref="gettyid:7130154">Martenberg</name> habe ich auch in<lb/>Kalkflöz große
					Nautiliten, Orthoceratiten, und an-<lb type="inWord"/>dere seltne
					Versteinerungen gefunden. Der Eisenstein<lb/>von diesem Berge ist strenge, der
					von <name type="place" ref="gettyid:7112138">Semmed</name>
               <note type="editorial">Der Getty Thesaurus of Geographic Names führt den Ort „Semmed“
						nicht.</note> aber wil-<lb type="inWord"/>liger und zum Versetzen brauchbar.
					Der meiste Ver-<lb type="inWord"/>trieb des Eisens, das in der Güte dem
					Schwedischen<lb/>sehr nahe kommt, gehet nach <name type="place" ref="gettyid:7005286">Bremen</name>, und von da wei-<lb type="inWord"/>ter,
					selbst nach <name type="place" ref="gettyid:7010978">Lißabon</name>. Im Schloße
					zu <name type="place" ref="gettyid:7005945">Arolsen</name> habe<lb/>ich
					auserordentlich grose Ofenplatten, und im Marstall<lb/>die Pfeiler zwischen den
					Ständen gesehn, die alle aus<lb/>diesem Eisen gegossen sind.</p>
            <p>Bey <name type="place" ref="gettyid:7060242">Adorf</name> hat man sonst <hi rendition="#sw">Alabaster</hi> gebrochen;<lb/>jezt sind aber die Gruben
					versäuft.</p>
            <p>Hingegen sind die <hi rendition="#sw">Marmorbrüche</hi> in vollem<lb/>Gange, und
					sehr beträchtlich; besonders die zu <name type="place" ref="gettyid:7184575">Gibring-<lb type="inWord"/>hausen</name> an der <name type="place" ref="gettyid:7161685">hohen Egge</name>. Der dasige Marmor ist<lb/>grau und
					weiß geadert, und bricht schon da, wo er zu<lb/>
               <pb n="236" facs="images/00000009.tif" xml:id="pb236_0001"/>Tage ausstreicht, in großen
					Blöcken, dergleichen ich von<lb/>140 Centnern gesehen habe, die zu Caminen fürs
					Schloß<lb/>zu <name type="place" ref="gettyid:7005945">Arolsen</name> bestimmt
					waren. Die Krippen im Marstall<lb/>sind aus diesem Marmor gehauen, und ein
					Jagdhaus<lb/>zum Ablager bey <name type="place" ref="gettyid:7074082">Sudeck</name> hat aus Mangel anderer Steine<lb/>von Marmor aufgebauet
					werden müssen.</p>
            <p>Bey <name type="place" ref="gettyid:7164996">Hundsdorf</name> im Amte <name type="place" ref="gettyid:7005948">Wildungen</name> bricht ein<lb/>schöner
					blutrother <hi rendition="#sw">Jaspis</hi> mit Quarz durchzogen, und<lb/>zwar
					häufig, und auch in ansehnlichen Stücken. Die<lb/>Stadtmauer von <name type="place" ref="gettyid:7005948">Wildungen</name> soll großentheils davon
						auf-<lb type="inWord"/>gefürt seyn.</p>
            <p>
               <hi rendition="#sw">Dachschiefer</hi> geben die großen westlichen Gebirge<lb/>in
					Menge.</p>
            <p>Der <hi rendition="#sw">Petrefacten Schiefer</hi> habe ich schon gedacht.<lb/>Sie
					brechen bey <name type="place" ref="gettyid:7079244">Würminghausen</name>, und
					enthalten die son-<lb type="inWord"/>derbarsten, theils noch ganz unbekannte
					Abdrücke, deren<lb/>Mannichfaltigkeit und Sauberkeit gleich wunderbar
					ist.<lb/>Trilobiten, völlig wie im Schwedischen Antrarumschiefer:<lb/>mancherley
					Chamae, aber alle wie Papier so dünne und<lb/>auch so flach: Echiniten und ihre
					Stacheln: ungemein<lb/>zarte Trochiten: Orthoceratiten: Schilfe:
					Abdrücke<lb/>von unbekannten Gewächsen, fast auf Opuntien Art:<lb/>auch mitten
					im Schiefer, in Nestern von UmberErde<lb/>Nautiliten in Chalcedon von
					auserordentlicher Schönheit<lb/>u.s.w.</p>
            <p>Von <hi rendition="#sw">Fabriken</hi> im Lande habe ich besonders die
						bey<lb/>
               <name type="place" ref="gettyid:7149282">Cülte</name> besehen; wo
					Tuch, Zeuge, Plüsch u.s.w. mit<lb/>viel Profit gearbeitet wird. Zum Plüsch hat
					man jetzo,<lb/>statt des Pressens mit Platten, den Gebrauch der Wal-<lb type="inWord"/>zen auf holländische Manier glücklich ausgefunden.
					Und<lb/>ein sehr großer NebenNutze, den die ganze Entreprise<lb/>fürs Land hat,
					ist, daß man weit und breit da rum kein<lb/>Bettelkind gewahr wird: die sitzen
					alle auf den Fabri-<lb type="inWord"/>ken, und können ihr Brod mit ihrer Hände
					Arbeit ver-<lb type="inWord"/>dienen.</p>
            <pb n="237" facs="images/00000010.tif" xml:id="pb237_0001"/>
            <p>Beym <hi rendition="#sw">Landvolke</hi> im <name type="place" ref="gettyid:7077053">Waldeckschen</name> habe ich mehr<lb/>offene Köpfe,
					mehr Freymut, und mehr <foreign xml:lang="fre">
                  <hi rendition="#r">savoir
							vivre</hi>
               </foreign>
               <lb/>als anderwärts gefunden. Zum Theil rürt das wol
						da-<lb type="inWord"/>her, weil die mehresten Bauern einige Jahre in
						Hollän-<lb type="inWord"/>dische Dienste gehn: das sie um so williger thun,
					da ih-<lb type="inWord"/>nen ihr Accord pünktlich und auf den Tag gehalten
						wer-<lb type="inWord"/>den muß.</p>
            <p rendition="#center">Im <date when="1778-07">Jul. 1778</date>.</p>
            <milestone rendition="#hls" unit="section"/>
         </div1>
         <pb n="390" facs="images/00000011.tif" xml:id="pb390_0001"/>
         <pb n="391" facs="images/00000012.tif" xml:id="pb391_0001"/>
      </body>
   </text>
</TEI>
